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Beiträge veröffentlicht in “Geld”

Nachrichten/News über Wirtschaft, Unternehmen, Branchen, Börsen, Firmen und Märkte aus Österreich und der Welt.

Kärnten muss Zukunftsfonds wegen Hypo anzapfen

Die Kärntner Landesregierung hat in einer Sondersitzung beschlossen, 150 Mio. Euro aus dem Zukunftsfonds für die Rettung der Hypo Alpe Adria Bank zu nehmen. Das für den Bau des Koralmtunnels reservierte Geld soll in den nächsten Jahren über die erwarteten Haftungsprovisionen für die Landeshaftung an der Bank (rund 18 Mrd. Euro) wieder zurückfließen.

Solvency-II für Versicherungen in Kraft

Die europäischen Versicherungsunternehmen unterliegen ab sofort einer neuen EU-weiten Beaufsichtigungsrichtlinie. Ziel der EU-Solvabilitätsvorschriften ist es, sicherzustellen, dass Versicherungsunternehmen finanziell solide sind und negativen Ereignissen standhalten können, um die Versicherungsnehmer und die Stabilität des gesamten Finanzsystems zu schützen.

Landeshaftungen: Sobotka gegen Beschränkungen

Für den niederösterreichischen Finanzlandesrat LHStv. Wolfgang Sobotka (V) ist eine Beschränkung der Landeshaftungen kein Thema. "Eine Zahl sagt nichts aus", sagte Sobotka bei einer Pressekonferenz am 18. Dezember in Wien. Das Land Niederösterreich hafte derzeit für Kredite der Hypo Niederösterreich im Umfang von 6,8 Mrd. Euro. Davon seien 70 Prozent Kredite der Öffentlichen Hand, 22 Prozent Unternehmenskredite und acht Prozent Privatkredite, so Sobotka.

Russland plant Gründung eines neuen Bankriesen

Russland will mit der Gründung einer eigenen Postbank als größtes Geldinstitut des Landes sein kriselndes Bankensystem sanieren. Die neue Bank soll nach dem Willen der Regierung in Moskau aus der maroden russischen Post und der Swjas-Bank entstehen. Das Institut werde womöglich doppelt so groß sein wie Russlands bisher größtes Geldhaus Sberbank mit rund 20.000 Filialen, berichtete die Tageszeitung "Kommersant".

OeNB: Banken machen weniger Geschäfte mit Ausland

Österreichs Banken haben in den ersten drei Quartalen 2009 weniger Geschäfte mit dem Ausland gemacht. Vor allem dadurch sei die unkonsolidierte Bilanzsumme der meldepflichtigen Kreditinstitute per Ende September gegenüber Ultimo 2008 um 2,1 Prozent auf 1.047,1 Mrd. Euro zurückgegangen, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) mit.

Zusätzliche Absicherung für Exporteure

Das Finanzministerium wird privaten Exportkreditversicherungen und der heimischen Exportwirtschaft neue Absicherungsinstrumente anbieten. Damit soll es den österreichischen Exporteuren erleichtert werden, notwendige Kreditversicherungen auch für Lieferungen mit kurzen Zahlungsfristen in EU- und OECD-Länder zu erhalten. Experten gehen dabei von einem Volumen von bis zu 5 Mrd. Euro aus, teilte das Finanzministerium mit.

Fusionen und Übernahmen 2009 auf Fünfjahrestief

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Übernahme-Eifer der Unternehmen im zu Ende gehenden Jahr stark gebremst. Das Volumen der Fusionen und Übernahmen ging 2009 weltweit auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren zurück, wie aus Daten von Thomson Reuters hervorgeht. Der Finanzdatenanbieter errechnete einen Wert von 1,97 Billionen Dollar (1,37 Bio. Euro) - im Vergleich zum Boomjahr 2007 ist das ein Rückgang um mehr als die Hälfte, aber auch ein Drittel weniger als 2008, als die Finanzkrise bereits heraufzog.

Föhrenbergkreis uneins über Hypo-Verstaatlichung

Die beiden Finanzexperten Günther Robol und Helmut Karner, die in Namen des so genannten "Föhrenberg-Kreises" heftige Kritik an der Verstaatlichung der Hypo Group Alpe Adria geübt haben, sind nun ihrerseits mit Angriffen aus den eigenen Reihen konfrontiert. Robol und Karner hatten in einer Aussendung die Übernahme der Hypo durch den Staat als schweren Fehler bezeichnet. Andere Mitglieder dieses Think Tanks, darunter Erhard Fürst, der ehemalige Chefökonom der Industriellenvereinigung, sind jedoch davon überzeugt, "dass hier das einzig richtige gemacht wurde".

Erste Rekurse in UBS-Affäre

Fünf erste Rekurse amerikanischer UBS-Kunden gegen die Herausgabe ihrer Kontodaten an die US-Behörden sind in den vergangenen Tagen beim Bundesverwaltungsgericht in Bern eingegangen. In den nächsten Wochen dürfte eine ganze Lawine von Rekursen folgen. Sobald die amerikanischen Steuerzahler Bescheid über das Amtshilfeverfahren bekommen haben, können diese innert dreißig Tagen Rechtsmittel dagegen ergreifen.