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WAC fixierte bei Feldhofer-Debüt Meistergruppen-Ticket

Mit einem 3:0 über Hartberg hat der Wolfsberger AC seinem Trainer Ferdinand Feldhofer nicht nur einen erfolgreichen Einstand in der Fußball-Bundesliga beschert. Der verdiente Erfolg fixierte am Samstag auch vorzeitig das Ticket für die Meistergruppe. Im Parallelspiel kam die Austria in Altach nur zu einem 2:2 – zu wenig um den Hartbergen entscheidend im Kampf um den „Strich“ näher zu kommen.

Dank der Treffer von Michael Novak (48.) und Shon Weissman (49., 82.) zogen die Kärntner, die erstmals seit 23. November wieder einen Pflichtspielsieg feierten, mit nunmehr 34 Punkten an Rapid vorbei auf Platz drei hinter dem LASK (45) und Salzburg (44). Ein Rückfall auf Platz sieben, wo derzeit die Austria mit 22 Punkten liegt, ist drei Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs nicht mehr möglich.

Der WAC kompensierte den Abgang der drei Leistungsträger Michael Sollbauer, Anderson Niangbo und Marcel Ritzmaier durchaus erfolgreich. Mit den Neuzugängen Milos Jojic, Miguel Vieira und Cheikhou Dieng dominierte man das Geschehen vor rund 3.500 Zuschauern in der Lavanttal-Arena von Beginn an.

Zwar prüfte Dario Tadic WAC-Goalie Alexander Kofler schon in der zweiten Minute, dann aber übernahmen die Hausherren. Torhüter Rene Swete wurde von Michael Liendl (10.), Lukas Schmitz (27.) und Jojic (39.) gefordert, ein gefährlicher Weissman-Volley ging über das Tor (43.).

Die vergebenen Chancen sollten sich in diesem Fall nicht rächen, kurz nach Wiederbeginn erzwang der WAC die Vorentscheidung. Beiden Treffern gingen allerdings unpräzise Defensivaktionen der Hartberger voraus, die sich vom Rückstand nicht mehr erholten.

Parallel dazu trennten sich Altach und Austria Wien mit einem 2:2-Unentschieden. Für die Wiener bedeutete das Remis nach 0:2-Rückstand einen weiteren Dämpfer im Rennen um die Meistergruppe. Der Tabellensiebente müsste bei drei ausstehenden Spielen sechs Punkte auf Hartberg aufholen. Altach blieb mit zwei Zählern zurück auf dem achten Platz.

Emanuel Schreiner (11.) und Sidney Sam (20.) brachten die Gastgeber früh 2:0 in Führung. Die Austria glich durch einen Freistoßtreffer von Dominik Fitz (43.) und Torjäger Christoph Monschein (59.) zum 2:2-Endstand aus. Die Austria holte nach drei Niederlagen im Ländle wieder einen Punkt, blieb damit aber das schlechteste Auswärtsteam der Liga. Erzrivale Rapid steht aufgrund des Remis bereits vor dem Sonntagspiel gegen WSG Tirol fix in der Meistergruppe der Top sechs.

Auf die Punkteteilung hatte bis kurz vor dem Seitenwechsel nichts hingedeutet. Schreiner, der nach einem von der Austria-Abwehr geblockten Versuch von Johannes Tartarotti ideal für den Nachschuss stand, und Sam schossen eine verdiente Altacher Zwei-Tore-Führung heraus. Das 2:0 konnte sinnbildlich stehen: Sam packte erst Alexander Grünwald ein, traf nach Doppelpass mit Schreiner flach ins rechte Eck traf und erwischte damit einen reaktionslosen Austria-Tormann Patrick Pentz am falschen Fuß (20.).

Während Altach zu weiteren Torchancen kam, blieb die Austria den Nachweis der versprochenen Steigerung gegenüber dem Herbst noch schuldig. Und kassierte einen weiteren Nackenschlag, als der angeschlagene Abwehrchef Michael Madl für Alexandar Borkovic Platz machen musste. In der 41. Minute aber holte der bis dahin abgemeldete Torjäger Monschein gegen Altachs Innenverteidiger-Zugang Berkay Dabanli einen Freistoß heraus. Fitz zirkelte den ruhenden Ball aus 20 Metern unhaltbar ins Kreuzeck und hauchte seiner Mannschaft neues Leben ein.

Eine Viertelstunde nach Wiederbeginn war alles ausgeglichen. Der zur Pause eingewechselte Patrick Wimmer bediente Monschein, der Altachs Schlussmann Martin Kobras gefühlvoll zu seinem 14. Saisontor überlupfte. Der „Lucky Punch“ gelang im Finish keiner der beiden Mannschaften mehr.