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Corona-Ampel steht bei Wien und Innsbruck auf orange

Die Ampel-Kommission hat am Montagabend nach stundenlanger Debatte die Empfehlung beschlossen, erstmals Bezirke auf orange zu schalten. Davon betroffen sind Wien, Innsbruck-Stadt, Kufstein, Dornbirn, Bludenz, Mödling und Neunkirchen, hieß es seitens eines Kommissionsmitglieds zur APA. Die Farbe Orange könnte insbesondere größeren Einfluss auf Veranstaltungen, Schulen und die Gastronomie haben.

Bei Events mit zugewiesenen Sitzplätzen in geschlossenen Räumen wären zumindest laut den Plänen bei der Präsentation der Ampel maximal 250 Personen erlaubt (im Freien: 500), ohne zugewiesene Sitzplätze 25 (50). Besucher müssten Mund-Nasen-Schutz tragen – auch am Fixplatz und bei Open Airs.

Laut Bundestheater-Holding-Chef Christian Kircher wird die angekündigte Orange-Schaltung von Wien zunächst aber ohne Auswirkungen für die Vorstellungen der Bundestheater bleiben. Er habe die Information erhalten, dass die geltende Besucher-Obergrenze bei zugewiesenen Sitzplätzen von 1.500 sich vorerst nicht ändern werde, so Kircher am Montagabend zur APA.

An Schulen ist bei Orange vorgesehen, dass der Musik-Unterricht fällt, in Oberstufen-Klassen könnte von den Schulen auch Homeschooling verordnet werden. Für die Gastronomie unangenehm ist, dass die Sperrstunde um eine Stunde auf Mitternacht vorverlegt werden dürfte.

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) zeigte sich mit der Schaltung „einverstanden“. Gleichzeitig berichtete er in der „ZiB2“, dass nach ersten Informationen an den Schulen und bei Veranstaltungen keine Veränderungen an der Vorgangsweise vorgenommen würden. Vom Anstieg der Infektionszahlen war er nicht überrascht: „Jetzt beginnt die Epidemie wieder ernst zu werden.“ Dass die Tests schneller werden müssen, sieht auch Hacker so: „Ich möchte nicht sagen, alles ist super, weil es nicht stimmt.“ Man arbeite aber schon an Verbesserungen.

Neben den Orange-Schaltungen wurden auch zahlreiche Bezirke auf Gelb hochgestuft. Stark betroffen ist dem Vernehmen nach Oberösterreich, wo nur das Innviertel mit Ried, Braunau und Schärding Grün bleiben. In Vorarlberg ist überhaupt kein Grün mehr zu sehen, denn Bregenz und Feldkirch werden Gelb. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) sagte den „VN“, das nicht nur zu akzeptiert, sondern die Neu-Färbung sogar eingefordert zu haben.

Zur Stadt Graz kommen Graz-Umgebung und Deutschlandsberg im gelben Sektor. In Tirol gesellen sich zu Schwaz Landeck und Innsbruck-Land im gelben Bereich. Neu auf Gelb sind auch noch jede Menge niederösterreichische Bezirke, St. Pölten, Krems Stadt und Land, Baden, Bruck, Gänserndorf, Lilienfeld, Zwettl und Wiener Neustadt Land. Wiener Neustadt Stadt bleibt ebenso wie Korneuburg am Gelb-Status.