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20 Hurrikan-Todesopfer auf Bahamas bestätigt

Die Zahl der bestätigten Todesopfer nach dem verheerenden Hurrikan auf den Bahamas ist auf 20 gestiegen. Das sagte Gesundheitsminister Duane Sands mehreren Medien am Mittwoch. Die Such- und Rettungseinsätze auf den betroffenen Inseln hätten aber gerade erst begonnen, erklärte er dem Radiosender Star 106.5 FM. Die Opferzahl wird demnach vermutlich noch steigen.

Nach dem Hurrikan „Dorian“ benötigen auf den nördlichen Inseln der Bahamas nach Angaben der Vereinten Nationen rund 70.000 Menschen dringend Hilfe zum Überleben. Die Abaco-Inseln und Grand Bahama hätten „enorme Verwüstung“ erlitten, erklärte UNO-Nothilfekoordinator Marc Lowcock telefonisch aus den Bahamas. Die Bevölkerung brauche ersten Bestandsaufnahmen zufolge dringend Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Notunterkünfte. Bisher seien die Inseln nur per Hubschrauber zu erreichen, weil die Flughäfen überschwemmt oder beschädigt seien. Auch Verbindungsstraßen auf den Inseln könnten nicht genutzt werden.

Die Bahamas seien ein relativ wohlhabendes Land, doch angesichts des Ausmaßes der Katastrophe – das fast ein Fünftel der Bevölkerung betreffe – sei auch Hilfe von außen nötig, erklärt Lowcock. Teile der Inseln sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keine Stromversorgung mehr und nur noch stark eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten.

US-Präsident Donald Trump sicherte der Regierung der Bahamas bereits „alle angemessene Hilfe“ der USA zu. Trump habe in einem Telefonat mit Premierminister Hubert Minnis auch sein Beileid ausgedrückt für die Opfer und für die von dem Wirbelsturm verursachte „katastrophale Zerstörung“, erklärte das Weiße Haus. Trump und Minnis wollten demnach in Kontakt bleiben, um eine möglichst effiziente Hilfe aus den USA sicherzustellen.

Die US-Küstenwache ist bereits mit Hubschraubern auf den Inseln südöstlich des US-Staats Florida im Einsatz. Weitere Hilfe ist auf dem Weg, auch ein Hilfseinsatz des US-Militärs steht im Raum.

„Dorian“ hatte am Sonntag zuerst die Abaco-Inseln im Nordosten des Karibikstaates getroffen – mit Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde. Er gehörte damit zu den Hurrikans der gefährlichsten Kategorie fünf. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Am Montag war „Dorian“ über die Insel Grand Bahama gezogen und hatte sich nur langsam weiterbewegt. Erst am Mittwoch zog er vollständig über das Land hinweg, so dass die Rettungseinsätze auch auf Grand Bahama beginnen konnten.

Der Wirbelsturm der höchsten Gefahrenstufe hatte fast drei Tage auf den Bahamas gewütet und dann etwas an Kraft verloren. Auf seinem Weg entlang der US-Ostküste gewann er in der Nacht auf Donnerstag wieder an Stärke und wurde zur Kategorie drei von fünf hochgestuft. Derzeit erreicht der Sturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde.