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Baumgartner-Show bei Hoffenheims 3:1-Sieg gegen Köln

Christoph Baumgartner hat 1899 Hoffenheim den ersten Sieg seit Anfang Februar beschert. Der Niederösterreicher erzielte am Mittwoch beim 3:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Köln den ersten Doppelpack seiner Karriere in der deutschen Fußball-Bundesliga. Den dritten Treffer bereitete der 20-Jährige sehenswert vor. Ein Tor des eingewechselten Florian Kainz war für die Kölner zu wenig.

Baumgartner traf mit einem überlegten Schuss aus zehn Metern (11.) sowie kurz nach der Pause per Kopf (46.). Für den U21-Teamspieler, der sich auch Hoffnungen auf eine baldige Einberufung ins A-Nationalteam machen darf, waren es die Saisontore Nummer fünf und sechs in der Bundesliga. Ein weiterer Treffer von Baumgartner wurde nach Videobeweis aberkannt, weil Vorbereiter Munas Dabbur knapp im Abseits stand (42.).

Der Youngster war dennoch der Mann des Spiels. Das 3:0 durch Steven Zuber legte er mit der Ferse auf (49.). Kölns Sebastiaan Bornauw sah zudem für einen Tritt gegen Baumgartners Wade die Rote Karte (26.). Der Doppeltorschütze wurde im Finish ausgewechselt (77.). Landsmann Stefan Posch war über die volle Distanz im Einsatz, Florian Grillitsch blieb zur Pause in der Kabine.

Bei den Kölnern brachte Kainz frischen Wind. Der Steirer erzielte nur vier Minuten nach seiner Einwechslung sein fünftes Saisontor, sein viertes in der Liga und sein zweites im dritten Spiel nach der Corona-Pause. Der Anschlusstreffer blieb Köln aber verwehrt, weil Robert Uth wie schon am Sonntag gegen Düsseldorf (2:2) einen Elfmeter verschoss (77.). Hoffenheim beendete eine sieglose Serie von acht Pflichtspielen, schob sich in der Tabelle auf Rang sieben und wahrte dadurch seine Europacup-Chance.

Bei Schalke 04 dagegen hielt die schwere Krise an. Die Schalker sind mittlerweile zehn Ligaspiele sieglos, kassierten mit einem 1:2 bei Fortuna Düsseldorf die dritte Niederlage im dritten Geisterspiel seit der Wiederaufnahme der Saison. Diese konnten auch Alessandro Schöpf (spielte durch), Guido Burgstaller und der für ihn in der 74. Minute eingewechselte Michael Gregoritsch nicht verhindern.

Zwar gingen die Schalker durch Weston McKennie, der von Markus Suttner bei einer Freistoßflanke nur Geleitschutz erhalten hatte, in Führung (53.). Düsseldorf drehte die Partie aber durch Rouwen Hennings (64.) und Kenan Karaman (68.) und machte wichtige Punkte im Abstiegskampf. Nur noch ein Punkt fehlt dem Team von Kevin Stöger auf den FSV Mainz und das rettende Ufer. Die Mainzer kamen bei Union Berlin zu einem 1:1. Der FC Augsburg und Schlusslicht Paderborn trennten sich torlos.

RB Leipzig verpasste den Sprung auf Platz zwei. Das Red-Bull-Team musste sich zu Hause gegen Hertha BSC Berlin mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Der Rückstand des Tabellendritten auf Spitzenreiter Bayern München beträgt bereits neun Punkte, jener auf den ersten Verfolger Borussia Dortmund deren zwei.

Neben Marcel Sabitzer, der die Kapitänsschleife trug, stand bei den Leipzigern vor leeren Rängen auch Konrad Laimer über die volle Distanz auf dem Platz. Der Einsatz des Salzburgers war nach einer beim 5:0-Auswärtssieg am Sonntag gegen Mainz erlittenen Knieprellung fraglich gewesen. Landsmann Hannes Wolf wurde in der 79. Minute für Stürmerstar Timo Werner eingewechselt.

Die Berliner gingen nach einem Eckball durch Marko Grujic in Führung (9.). Leipzig schlug durch einen Kopfball von Lukas Klostermann ebenfalls nach einem Corner zurück (24.). Nach Gelb-Rot für Marcel Halstenberg (63.) war Leipzig in Unterzahl zur Stelle. Hertha-Torhüter Rune Jarstein bugsierte sich einen bereits parierten Schuss von Patrick Schick ins eigene Tor (68.).

Ihre liebe Not hatten die Leipziger aber mit ihrem Ex-Angreifer Matheus Cunha. Der Brasilianer, erst im Winter zum Ligarivalen gewechselt, hatte erst Halstenberg die zweite Gelbe Karte beschert und holte dann auch noch den Elfmeter zum 2:2 heraus, den Krzysztof Piatek verwertete (82.).

Leipzig ist mittlerweile zehn Pflichtspiele ungeschlagen, musste sich im zweiten Heimspiel nach der Corona-Pause aber mit dem zweiten Remis begnügen. Die Hertha gab nach zwei Siegen erstmals unter Neo-Trainer Bruno Labbadia Punkte ab. Die beiden ersten Partien nach der Liga-Unterbrechung hatten die Berliner mit 3:0 und 4:0 klar für sich entschieden.