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Umweltschützer protestieren gegen AC/DC-Konzert

Sie fordern einen anderen Ort bzw. einen neuen Termin. „Die zweitgrößte Kolonie des Brachvogels in Oberösterreich und mehr als 200 weitere Paare von gefährdeten Bodenbrütern dürfen nicht den ökonomischen Interessen der Veranstalter geopfert werden“ erklärte Hans Uhl von BirdLife. Der Welser Bürgermeister Peter Koits habe bei den bisherigen Vereinbarungen mit den Veranstaltern offensichtlich ignoriert, dass am Tag des Konzerts Vögel am gesamten Gelände verteilt auf ihren Nestern sitzen oder Küken groß ziehen.

Der gesamte Nachwuchs „dieser bedeutendsten Wiesenvogelkolonie im oberösterreichischen Zentralraum“ würde durch die Veranstaltung mutwillig zerstört, so Josef Limberger vom Naturschutzbund. „Wie zum Hohn“ falle der 22. Mai genau auf den international ausgerufenen „Tag der Artenvielfalt“. „Das ist keine rein oberösterreichische Angelegenheit mehr“, erklärte Bernhard Kohler vom WWF. Umweltminister Berlakovich müsse handeln, sollten die Verantwortlichen nicht von ihrem Vorhaben abrücken.

Bürgermeister Koits kündigte gegenüber der APA am Nachmittag einen Runden Tisch zu dem kritisierten AC/DC-Konzert an. Bei dem Treffen mit Veranstaltern und Behördenvertretern, u.a. von der Naturschutzabteilung des Landes, sollen Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Es seien Experten gefragt, betonte Koits. „Ich bin kein Ornithologe.“

(APA)