Die Nachfrage nach industrieller Digitalisierung nimmt in ganz Europa Fahrt auf. Unternehmen investieren in smartere Fertigung, sauberere Energie und moderne Software, um in einer sich rasant wandelnden Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Österreich profitiert von diesem Schwung, da Unternehmen ihre Forschung ausbauen und in künftiges Wachstum investieren. COPA-DATAs jüngste Investition zeigt, dass die Technologien von morgen auch Investitionen in die Menschen und Orte dahinter erfordern.
Ausbau für künftige Nachfrage
Die industrielle Digitalisierung ebnet COPA-DATA den Weg in die nächste Wachstumsphase. Der österreichische Softwareentwickler investiert 15 Millionen € in die Erweiterung seiner Zentrale in Salzburg und schafft Kapazitäten für bis zu 150 zusätzliche Mitarbeitende. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 geplant, wenn COPA-DATA sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Die Erweiterung hat bereits eine Baubewilligung erhalten und wird den Neubau mit der bestehenden Salzburger Zentrale verbinden, die 2022 eröffnet wurde.
Mehr als nur zusätzliche Büroflächen unterstreicht die Investition das langfristige Bekenntnis des Unternehmens zu Salzburg als Zentrum für Forschung und Innovation. Sie spiegelt zudem die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in Österreich wider, wo anhaltende Ausgaben für moderne Technologie das langfristige Wachstum stärken.
Hinter dem Ausbau steht die Softwareplattform zenon des Unternehmens, die Hersteller und Energieversorger weltweit unterstützt. Die steigende Nachfrage resultiert aus industrieller Digitalisierung, widerstandsfähigeren Lieferketten, Projekten für erneuerbare Energien und dem wachsenden Druck, trotz anhaltendem Fachkräftemangel wettbewerbsfähig zu bleiben.
Forschung treibt Wachstum
Die starke Geschäftsentwicklung gibt COPA-DATA das Vertrauen, weiter zu investieren. Inzwischen arbeiten mindestens 500 Menschen in den weltweiten Niederlassungen von COPA-DATA, davon 270 in Salzburg.
Rund die Hälfte der Belegschaft vor Ort ist in Forschung und Entwicklung tätig, womit die Zentrale das größte Innovationszentrum des Unternehmens ist. Der Umsatz stieg 2025 um über 20 %, was dem Ausbau zusätzlichen Rückenwind verlieh.
Vorstandsmitglied Phillip Werr ist überzeugt, dass Innovation trotz rasanter digitaler Fortschritte weiterhin vom Miteinander der Menschen lebt. Der Ausbau des Salzburger Innovationshubs, sagte er, schaffe die Kapazitäten, um der wachsenden Kundennachfrage gerecht zu werden und zugleich erneuerbare Energien sowie moderne Fertigung zu unterstützen.
Salzburg bietet einen attraktiven Standort und eine herausragende Lebensqualität und zieht daher Fachkräfte aus dem In- und Ausland an.
Thomas Punzenberger
Chief Executive Officer und Gründer Thomas Punzenberger teilte dieses Vertrauen und beschrieb Salzburg als Standort, der dank seiner starken Technologieszene und Lebensqualität Fachkräfte aus Österreich und dem Ausland anzieht. Diese Talentpipeline spiegelt auch die breitere Wirkung der Bildungspolitik in Österreich wider, die die Verknüpfung von technischer Ausbildung, Forschung und dem wachsenden Technologiesektor des Landes weiter stärkt.
Hauptsitz für Innovation gebaut
Künftige Mitarbeitende arbeiten in einem Empfangspavillon und einem neuen Bürogebäude mit rund 3.000 Quadratmetern. Flexible Arbeitsbereiche, ein natürlich belichtetes Atrium, Kundeneinrichtungen, Mitarbeitenden-Lounges und ein Fitnessraum sind darauf ausgelegt, Zusammenarbeit zu fördern, während das Unternehmen weiter wächst.
Energieeffizienz prägt weite Teile des Designs. Geothermie arbeitet mit thermisch aktivierten Bauteilen für Heizung und Kühlung zusammen, integrierte Photovoltaikmodule helfen, den Energieverbrauch zu senken.
Im Gebäude steuert COPA-DATAs eigene zenon-Plattform Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung, Verschattung und Energieeinsatz über ein einziges Gebäudeautomationssystem. Der Alltag dient damit zugleich als praxisnahe Demonstration der Unternehmenstechnologie.
Die nächste Generation ausbilden
Wachstum beschränkt sich nicht auf Gebäude und Software. Die Entwicklung qualifizierter Fachkräfte ist ein weiterer zentraler Bestandteil der langfristigen Strategie. Lehrlinge arbeiten bereits am Gebäudeautomationssystem von COPA-DATA mit und sammeln praktische Erfahrung in realen Projekten. Dieser Praxisbezug ergänzt die breitere Bildungspolitik in Österreich, indem er die Verbindung zwischen technischer Ausbildung und Industrie stärkt.
Mit der beschleunigten industriellen Digitalisierung müssen Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen enger zusammenarbeiten, um die Fachkräfte zu entwickeln, die Unternehmen benötigen. Nach der Fertigstellung wird die erweiterte Zentrale nicht nur ein moderner Arbeitsplatz sein, sondern auch ein praktisches Beispiel für nachhaltige Digitalisierung und angewandte Forschung, das zeigt, wie Investitionen in Menschen langfristige Innovation fördern.
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