Fußball: Austria setzt auf interne Lösung: Helm wird neuer Chefcoach

41-Jähriger wird eng mit Co-Trainer Wegleitner zusammenarbeiten – Werner: "Haben diese Entscheidung mit voller Überzeugung gemeinsam innerhalb der Austria-Führung getroffen"

Die Wiener Austria besetzt das Amt des Cheftrainers aus den eigenen Reihen. Der seit Februar bei den Young Violets arbeitende Stephan Helm wird künftig die Profis trainieren, wie der Fußball-Bundesligist am Montag vermeldete. Der 41-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag und werde „in enger Abstimmung“ mit Co-Trainer Christian Wegleitner zusammenarbeiten. Dieser führte die Austria in der abgelaufenen Saison als Nachfolger von Michael Wimmer über das Play-off in den Europacup.

Von einer „Wunschlösung“ war die Rede. 16 Kandidaten seien analysiert worden, fünf davon kamen in die engere Auswahl, die den Gremien vorgelegt wurden. Helm war demnach die erste Empfehlung der sportlichen Leitung, die laut Clubangaben einstimmig angenommen wurde. Die Führungsspitze versuchte wieder einmal, Einigkeit zu demonstrieren.

„Wir haben diese Entscheidung mit voller Überzeugung gemeinsam innerhalb der Austria-Führung getroffen. Stephan Helm war unsere erste Wahl und wird als Cheftrainer weitere Qualitäten einbringen“, sagte Austrias Sport-Vorstand Jürgen Werner in einer Mitteilung des Clubs. Vereinspräsident Kurt Gollowitzer erklärte darin: „Aus meiner Sicht haben wir eine Austria-Lösung gefunden, voll mit Kompetenz und Erfahrung, von der ich zu 100 Prozent überzeugt bin.“

Ein Kandidat auf den Posten war auch Gerald Scheiblehner, ein Engagement des BW-Linz-Trainers kam nach Gesprächen mit Werner aber nicht zustande. Helm stand zwar erst seit wenigen Monaten in den Diensten der Favoritner, den Club kennt er aber bereits aus der Vergangenheit. Der Burgenländer war schon 2018 im Trainerteam von Thorsten Fink und später Thomas Letsch für die Spielanalyse der Violetten verantwortlich. Unter Fink arbeitete er auch in der Schweiz (Videoanalyst), wurde später Co-Trainer unter Dominik Thalhammer beim LASK und betreute danach im Duo mit Emanuel Pogatetz die erste Mannschaft des SKN St. Pölten (2021-2023).

„Die Möglichkeit, diese Verantwortung als Cheftrainer zu übernehmen, erfüllt mich mit großer Freude und Ehre. Austria Wien ist ein Verein mit viel Tradition, einer klaren Vision und einer großartigen Fankultur. Ich habe seit Jahren einen sehr starken Bezug zur Austria und ich brenne für diese Aufgabe“, sagte Helm. Sein erstes Training als neuer Chefcoach wird er zum Sommer-Trainingsauftakt am 24. Juni leiten.

Die Zusammenarbeit mit Wegleitner – wie Gollowitzer ebenfalls ein Burgenländer – schätze er. „Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam die nächsten Schritte setzen und die Stärken des Teams fördern können.“ Wegleitner war schon unter Wimmer als Assistenzcoach tätig. Dank vier Siegen in den vier Spielen unter dem Interimstrainer schaffte die Austria noch den Sprung ins internationale Geschäft. Als zweiter Assistent von Helm wird künftig Christoph Glatzer bei den Profis arbeiten.

Dass alle drei aus dem Nachwuchsbereich der Favoritner kommen, soll sich als Vorteil erweisen. „Das neue Trainerteam hat unser volles Vertrauen, alle sind gut vernetzt und absolute Kenner unserer hochtalentierten Nachwuchsspieler“, betonte Werner. Er kennt Helm bereits seit der gemeinsamen Zeit beim LASK.

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