Tennis: Ofner zog im Eiltempo in zweite Monte-Carlo-Runde ein

6:1,6:4 gegen Briten Evans – Steirer beendete lange Negativserie auf Sand – Nun wartet der als Nummer fünf gesetzte Deutsche Zverev

Sebastian Ofner ist am Montag ohne Mühe in die zweite Runde des Masters-1000-Turniers von Monte Carlo eingezogen. Österreichs Tennis-Nummer-Eins bezwang den Briten Daniel Evans in etwas mehr als einer Stunde mit 6:1,6:4 und erspielte sich damit ein Zweitrunden-Duell mit dem als Nummer fünf gesetzten Deutschen Alexander Zverev. Für Ofner ging eine lange Negativserie auf Sand zu Ende, es war sein erster Matchsieg auf diesem Belag seit 20. Juli 2023 in Baastad.

Damals hatte er im Achtelfinale den Spanier Bernabe Zapata Miralles nach hartem Kampf mit 4:6,6:4,6:4 besiegt. Nach dem dortigen Viertelfinal-Aus waren dann gleich bei sechs Turnieren auf der roten Asche Niederlagen bei der jeweils ersten Hürde gefolgt, darunter vier in dieser Saison, zuletzt vergangene Woche eine ganz bittere in drei Sätzen im Marrakesch-Achtelfinale nach einem Auftakt-Freilos gegen den Australier Aleksandar Vukic.

Ofner zeigte vor den Augen von seinem Touring-Coach Stefan Rettl und Physiotherapeut Stefan Trost nur im ersten Game nach einer 40:0-Führung Schwächen, stellte nach zwei abgewehrten Breakbällen aber auf 1:0. In der Folge hatte er leichtes Spiel, Evans konnte erst zum 1:5 das erste Game machen. Nach exakt einer halben Stunde stellte Ofner mit einem Ass auf 6:1. Im zweiten Satz musste der Weltranglisten-44. nur beim Stand von 5:4 kurz zittern. Da erarbeitete sich der Brite dank eines Punkts im längsten Ballwechsel im Spiel einen Breakball. Ofner wehrte den ab und beendete die Partie gleich mit seinem ersten Matchball.

„Am Anfang war es ein bisschen ein schwieriges Game, dann war es im Großen und Ganzen ein gutes Match von mir. Ich bin relativ zufrieden mit der Leistung, es war definitiv wieder um einiges besser als in den letzten Wochen“, resümierte der 27-jährige Steirer im Sky-Interview auf dem Court des Princes. Eine Bilanz von 25:6-Winnern unterstrich seine Dominanz, die mit 21:14 mehr unerzwungenen Fehler fielen deshalb nicht entscheidend ins Gewicht.

Ofners Premiere im Fürstentum kann daher als gelungen bezeichnet werden, auf Masters-1000-Ebene war es erst sein dritter Matchsieg nach jenen in Shanghai 2023 und zuletzt in Miami gegen Kei Nishikori. Nach dem Erfolg im ersten Duell mit dem 33-jährigen Evans überhaupt wartet nun ein anderes Kaliber. Der zum Auftakt mit einem Freilos ausgestattete, 26-jährige Zverev ist die Nummer fünf der Welt. Ofner gewann in drei Aufeinandertreffen noch keinen Satz, erlitt die Niederlagen auf drei verschiedenen Belegen in Wimbledon (2017), Paris (2022) und vergangenes Jahr in der 1. Wien-Runde.

„Durch den Sieg kann ich mit Confidence reingehen, von dem her bin ich ready. Es wird sicher ein interessantes Match, auch für das Tennis und die Leute ist das Duell Österreich gegen Deutschland sicher groß und interessant“, sagte Ofner.

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