Brückengeländer bohrte sich bei Unfall in der Steiermark in Pkw

Verletzte Lenkerin von Anrainer aus Wrack gezogen, ehe es in Flammen stand – Feuerwehr spricht von "Osterwunder" – 33-Jährige war betrunken und schlief am Steuer ein

Von einem „Osterwunder“ spricht die Freiwillige Feuerwehr Preding in der Steiermark nach einem schweren Autounfall in Hengsberg: Die betrunkene Lenkerin eines Wagens war Sonntagfrüh wegen Sekundenschlafs von der Straße abgekommen und gegen ein Brückengeländer gekracht. Dieses bohrte sich in den Fahrgastraum. Kurz bevor das Wrack in Flammen aufging, zog ein durch den Knall aufmerksam gewordener Anrainer die verletzte Frau aus dem Pkw und rettete ihr damit wohl das Leben.

Die 33-Jährige war am Ostersonntag gegen 7.00 Uhr in einer mit Tempo 70 beschränkten Zone der Schröttenstraße (L601) nahe des Gasthauses „Bacherlwirt“ (Bezirk Leibnitz) in Richtung Preding unterwegs, als sie laut eigenen Angaben einschlief und gegen die Brücke fuhr. „Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass das Geländer auf der Länge von rund zehn Metern aus seiner Verankerung gerissen wurde, fahrerseitig den Motorraum völlig zerstörte und auch noch im Bereich des Fahrersitzes in die Fahrgastzelle eindrang. Durch den Aufprall wurde das Fahrzeug samt Geländer in den unter der Brücke verlaufenden Bach geschleudert“, hieß es in der Aussendung der Feuerwehr.

Durch den lauten Knall des Unfalls wurde ein Nachbar aufmerksam, der zur Hilfe eilte – und das laut den Einsatzkräften „keine Sekunde zu früh, denn das Fahrzeug war in Begriff, Feuer zu fangen, aus dem Motorraum stieg Rauch auf“. Der Nachbar sei zum Lebensretter geworden, weil er die Verletzte aus dem Fahrzeug zog, ehe es in Flammen stand. Die Lenkerin war ansprechbar und hat schwere Verletzungen an Kopf und Oberkörper erlitten, allerdings nicht lebensbedrohlich, so die Feuerwehr. Die Deutschlandsbergerin wurde vom Notarzt ins LKH Wagna gebracht.

„Angesichts der Schwere des Unfalls und den Umständen, dass sich das Brückengeländer zuerst bis zur Rückenlehne des Fahrersitzes in das Auto gebohrt hat und das Fahrzeug dann auch noch Feuer gefangen hat“, könne man von einem „echten Osterwunder“ sprechen, dass die Lenkerin lebend aus diesem Auto gerettet werden konnte, so die Feuerwehr. Sie selbst gab bei den Befragungen an, dass sie betrunken gefahren und eingeschlafen ist.

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