Geiselnahme in den Niederlanden bei Arnheim beendet

Café in Ede als Schauplatz

Die Geiselnahme in einem Café der niederländischen Stadt Ede unweit von Arnheim ist am Samstag offenbar unblutig zu Ende gegangen. Das teilte ein Sprecher des Bürgermeisters mit, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete. Eine Person habe das betroffene Café am Samstag mit erhobenen Armen verlassen und kam in Polizeigewahrsam. Alle Geiseln sind laut Polizei ebenfalls frei.

Ein Täter hatte in dem Café über mehrere Stunden mehrere Menschen festgehalten. Ein Großaufgebot der Polizei habe die Umgebung im Zentrum der Stadt abgeriegelt, berichteten niederländische Medien. Zu Mittag konnten laut Polizei drei Menschen das Café verlassen. Die Hintergründe der Geiselnahme waren noch unklar. Wie viele Geiseln es gab, war ebenso nicht bekannt.

Rund 150 Wohnungen wurden nach Polizeiangaben wegen der Bedrohungslage evakuiert. Anzeichen für ein terroristisches Motiv gebe es nicht, teilte die Polizei der Provinz Gelderland zunächst auf X (vormals Twitter) mit. Weitere Einzelheiten wollte ein Polizeisprecher auf Anfrage des Senders NOS nicht nennen.

Die Polizei zog schwer bewaffnete Einsatzkräfte rund um das Café zusammen. Videos zeigten am Samstag, wie Polizisten in Montur und Waffen im Zentrum Stellung bezogen. Auch die Feuerwehr und Rettungskräfte waren an Ort und Stelle. Zu sehen war, wie der betroffene Bereich weiträumig abgesperrt wurde.

Die Polizei rief dazu auf, das Zentrum der unweit von Arnheim in der Provinz Gelderland gelegenen Stadt zu meiden. Der Zugverkehr in der betroffenen Gegend wurde eingestellt.

Die Region um Ede ist vor allem bekannt für den Nationalpark De Hoge Veluwe mit seinen Wäldern, Heide- und Grasflächen sowie Binnendünen. Beliebt ist besonders die Heideblüte.

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