Biathlon: Vittozzi holte WM-Einzelgold, Gandler auf Rang 19

Simon nach dreimal Gold diesmal mit Bronze – Gandler zum dritten Mal in den Top 20 – Hauser 22. – WM-Debütantin Rothschopf auf Platz 37

Lisa Vittozzi hat bei der Biathlon-WM in Nove Mesto die Festspiele der bisher dominanten Französin Julia Simon gestoppt. Die fehlerfreie Italienerin gewann am Dienstag den 15-km-Einzelbewerb vor der Deutschen Janina Hettich-Walz (+20,5 Sekunden/0) und Simon, die im letzten Stehend-Schießen einen Fehler schoss und sich nach dreimal Gold diesmal mit Bronze begnügen musste. Die Tirolerinnen Anna Gandler und Lisa Hauser liefen auf die Ränge 19 und 22.

Gandler, die in Sprint und Verfolgung auf die Ränge elf und zwölf gelaufen war, kassierte in den zwei Stehend-Schießen zwei Strafminuten, kam mit 3:33,4 Minuten Rückstand aber auch in ihrem dritten Einzel-Rennen in die Top 20. Hauser folgte mit ebenfalls zwei Stehend-Fehlern drei Sekunden dahinter. Eine gute Talentprobe lieferte WM-Debütantin Lea Rothschopf ab. Die 22-jährige Salzburgerin, die noch nie im Weltcup am Start war, vergab mit zwei Fehlern im letzten Schießen eine Top-20-Platzierung und belegte mit gesamt drei Strafminuten Platz 37 (+5:09,2). Tamara Steiner kam auf Rang 49 (3/+6:20,5).

„Top 20 passt voll gut, der Massenstart ist fix. Momentan kann die WM gar nicht schöner sein“, sagte Gandler im ORF-Interview. „Es war ein beinhartes Rennen, am Schießstand habe ich um jeden Schuss gekämpft. Man merkt, dass es schon das vierte Rennen war. Stehend habe ich mir richtig schwer getan, daher muss ich zufrieden sein“, erklärte die 23-Jährige.

Hauser, die in der ersten Woche mit einer Verkühlung zu kämpfen hatte, schaffte wie in der Verfolgung Platz 22. „Ich habe mich nicht so schlecht gefühlt auf der Spur. Am Schießstand war es nicht ganz so gut wie am Verfolger, das hätte ich gebraucht. Ist ein bisschen schade, aber ich bin gar nicht so unzufrieden. Der derzeitige Stand ist so, das muss ich akzeptieren“, erklärte die Massenstart-Weltmeisterin von 2021, die sich damit wohl auch einen Platz im Massenstart geholt haben dürfte.

Erstmals mit der Weltklasse durfte sich Rothschopf messen und tat dies mit einer starken Leistung. „Das war sehr, sehr besonders, ich bin froh, dass ich das erleben durfte. Es ist ein richtig cooles Erlebnis. Es war schade, dass ich die letzten zwei daneben gehaut habe“, sagte die Debütantin.

Einen „perfekten Tag“ erlebte Vittozzi. Die Zweite der Verfolgung lief zu ihrem ersten Einzel-Gold vor der ebenfalls fehlerfreien Hettich-Walz, die für die erste Medaille des deutschen Teams sorgte. Für die Frauen stehen nach dem Männer-Einzel am Mittwoch und der Single-Mixed-Staffel am Donnerstag am Wochenende die Staffel (Samstag) und der Massenstart (Sonntag) auf dem Programm.

Dunja Zdouc beendete währenddessen ihre Saison wegen eines Ermüdungsbruchs im Wadenbein. „Ich bin 95 Prozent der Rennen mit Schmerzen gelaufen und dann kommt der Tag, an dem du realisierst, dass es nicht mehr geht“, schrieb die 30-Jährige auf Instagram.

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