US-Präsident Biden behält sich neue Attacken gegen Houthi-Miliz vor

Seit Wochen greifen Rebellen Handelsschiffe an – Rotes Meer wichtige internationale Handelsroute

US-Präsident Joe Biden hat weitere Angriffe gegen die Houthi-Rebellen im Jemen angekündigt, falls diese ihre Attacken auf Schiffe im Roten Meer nicht einstellen. „Wir werden sicherstellen, dass wir auf die Houthis reagieren, wenn sie dieses ungeheuerliche Verhalten fortsetzen“. Die USA und Großbritannien hatten in der Nacht auf Freitag als Reaktion auf die wochenlangen Attacken der Houthi-Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer Stellungen der Miliz im Jemen bombardiert.

Die Miliz drohte daraufhin mit Vergeltung und feuerte später nach US-Angaben eine Antischiffsrakete ab. „Wir wissen, dass sie mindestens eine Rakete als Vergeltungsmaßnahme abgefeuert haben“, sagte der US-Generalleutnant Douglas Sims in Washington. Die Rakete habe kein Schiff getroffen. Sims zufolge hatten die USA und Großbritannien 30 Stellungen der Houthis bombardiert. Biden, der am Freitag den US-Staat Pennsylvania besuchte, sagte, es habe dabei offenbar keine zivilen Opfer gegeben.

Die Houthis hatten die Raketen- und Drohnenangriffe im Roten Meer nach Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas am 7. Oktober gestartet. Die schiitischen Rebellen sehen sich als Teil der gegen Israel gerichteten und vom Iran unterstützten „Achse des Widerstands“, zu der auch die Hamas gehört.

Das Rote Meer ist eine wichtige internationale Handelsroute. Über den Suezkanal verbindet es den Indischen Ozean mit dem Mittelmeer und bildet so eine zentrale Handelsstraße, über die bis zu zwölf Prozent des Welthandels abgewickelt werden. Viele Reedereien haben wegen der Huthi-Angriffe den Verkehr durch das Rote Meer eingestellt oder eingeschränkt und leiten Schiffe um.

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