Kabinenteil abgerissen – Weitere Airlines legen Maschinen still

Turkish Airlines unterzieht fünf Maschinen Kontrollen – EASA: Keine EU-Airlines betroffen

Nach der Notlandung einer Boeing 737 MAX 9 von Alaska Airlines in den USA ziehen weitere Fluggesellschaften Maschinen aus dem Verkehr. Turkish Airlines teilte am Sonntag mit, fünf Boeing 737 MAX 9 seien „als Sicherheitsvorkehrung“ zu Kontrollen zurückgerufen worden. Sie würden zunächst dort am Boden bleiben, wo sie landen. Auch Aeromexico und die Fluggesellschaft Copa Airlines aus Panama erklärten, Maschinen vom Typ Boeing 737 MAX 9 am Boden zu lassen.

Alaska Airlines und United Airlines, die über die weltweit größte Flotte von Boeing 737 MAX 9 verfügt, haben ebenfalls Maschinen der Baureihe zur Kontrolle aus dem Verkehr gezogen.

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hatte für rund 170 Maschinen des Typs eine sofortige Überprüfung angeordnet. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) übernahm die Richtlinie der Amerikaner. Die EASA hielt jedoch fest, dass keine Fluggesellschaft aus einem EU-Mitgliedstaat „derzeit ein Flugzeug in der betroffenen Konfiguration betreibt“. Die britische Flugsicherheitsbehörde erklärte, sie würde von jedem Betreiber einer 737 Max 9 die Einhaltung der FAA-Richtlinie verlangen, um in ihren Luftraum einfliegen zu können.

Icelandair teilte mit, keine seiner Boeing 737 MAX 9 weise die in der FAA-Anordnung angegebene Flugzeugkonfiguration auf. Die betroffenen Boeings 737 Max 9 sind mit einem speziellen Türaustausch-Stecker ausgestattet.

Eine erst wenige Wochen alte Maschine von Alaska Airlines mit 177 Menschen an Bord war in Portland im Nordwesten der USA gestartet und auf dem Weg nach Ontario in Kalifornien, als nach Angaben von Passagieren am Freitag eine Fenster-Seitenwand samt Fenster kurz nach dem Start rausflog. Daraufhin kehrte das Flugzeug um und legte rund 20 Minuten später in Portland eine Notlandung hin. Das Kabinenpersonal sprach nach Angaben der Flugaufsicht von einem „Druck“-Problem.

Die Maschinen vom Typ Boeing 737 MAX hatten nach zwei Abstürzen 2018 und 2019 am Boden bleiben müssen. Auch zuletzt hatte Boeing mehrfach technische Probleme mit dem Flieger.

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