Fünf Tote und sechs Schwerverletzte bei Spitalsbrand in Deutschland

16 weitere Personen wurden bei Feuer in Krankenhaus im niedersächsischen Uelzen leicht und mittelschwer verletzt – Keine Patienten bis einschließlich 12. Jänner

Bei einem Brand in einem Krankenhaus im niedersächsischen Uelzen sind am Donnerstagabend fünf Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Lüneburg am Freitag bekanntgab, starben drei der Opfer in dem Klinikum, zwei Personen wurden in ein anderes Krankenhaus gebracht und starben dort. Alter und Geschlecht wurden zunächst nicht genannt. Nach Angaben des Klinikums wurden sechs Menschen schwer und 16 weitere leicht und mittelschwer verletzt. Die Ursache des Feuers ist unklar.

Dieses brach im dritten Obergeschoß eines Gebäudeflügels des Klinikums Uelzen aus. Es sei zu starker Rauchentwicklung gekommen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte seien Hilferufe zu hören gewesen. Die Feuerwehr habe Rettungsmaßnahmen eingeleitet und zusammen mit der Polizei mehrere Menschen in Sicherheit gebracht. Durch das schnelle Eingreifen sei eine Ausbreitung des Feuers verhindert worden, hieß es. Die Brandursache blieb unklar, nach Angaben eines Sprechers wird in alle Richtungen ermittelt, zudem solle ein Gutachten Aufschluss zur Brandursache geben. Ersten Schätzungen zufolge könnte sich der Gesamtschaden auf mehr als eine Million Euro belaufen.

Betroffen war die Station 3.4 für Innere Medizin, Kardiologie, Pulmologie und Angiologie des Klinikums, das mit 303 Betten ein Grundversorgungsspital ist. Zum fünften Todesopfer sagte ein Polizeisprecher am Freitagabend, der Patient sei nach dem Brand zunächst in ein anderes Krankenhaus gebracht worden. Dort sei er am Freitagnachmittag seinen lebensgefährlichen Verletzungen erlegen. Zunächst hatte der NDR berichtet.

„Wir sind tief bestürzt, unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen und bei den verletzten Patienten“, sagte ein Sprecher des Klinikums. Mehrere Stationen seien vorerst nicht nutzbar. Rund 50 Patientinnen und Patienten sollten daher in umliegende Krankenhäuser verlegt werden. Bis einschließlich 12. Jänner können zudem keine Patienten aufgenommen werden oder in der Notaufnahme behandelt werden.

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