Flugzeugbrand in Tokio – 380 Menschen gerettet, fünf vermisst

Maschine der Japan Airlines stieß mit Flugzeug der Küstenwache zusammen – Passagierjet vollständig evakuiert – Schicksal von fünf Mitarbeitern der Küstenwache unklar

Eine Maschine der Japan Airlines ist am Dienstag nach einem Zusammenstoß mit einem Flugzeug der Küstenwache auf der Landebahn des Tokioter Flughafens Haneda in Brand geraten. Live-Bilder des öffentlich-rechtlichen Senders NHK zeigten Flammen, die aus den Fenstern des Flugzeugs schlugen. Japan Airlines teilte mit, alle 379 Passagiere und Crewmitglieder seien evakuiert worden. In dem ebenfalls brennenden Flugzeug der Küstenwache wurden fünf von sechs Insassen vermisst.

Die Japan-Airlines-Maschine befand sich auf einem Inlandsflug. Sie war vom Flughafen Neu-Chitose aus der Präfektur Hokkaido gekommen. Auf den TV-Bildern war zu sehen, wie Passagiere während der Löscharbeiten die Kabine über eine Notrutsche verließen. Es waren 367 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder an Bord.

Über mögliche Verletzte gab es zunächst keine Angaben. Es war ein riesiger Feuerball zu sehen, als die Maschine mit der Flugnummer 516 auf der Landebahn aufsetzte. Es habe eine Explosion gegeben, hieß es. Das Flugzeug wurde schwer beschädigt, am Abend (Ortszeit) traten weiterhin Flammen und Rauchwolken aus. Der Flughafen Haneda schloss vorerst alle Start- und Landebahnen, wie ein Sprecher des Airports sagte.

Die Küstenwache erklärte, sie untersuche die Möglichkeit, dass eines ihrer Flugzeuge mit dem Passagierflugzeug kollidiert sei. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, dass diese Maschine ebenfalls brennt. Nach Angaben der Küstenwache befanden sich sechs Menschen an Bord dieses Flugzeugs. Der Kapitän sei entkommen und verletzt worden, das Schicksal der restlichen fünf Personen war noch unklar.

Das Flugzeug der Küstenwache habe sich auf dem Weg zum Flughafen Niigata befunden, um Hilfsgüter in die von heftigen Erdbeben getroffene Region der japanischen Noto-Halbinsel zu liefern. Dort kamen seit dem Neujahrstag bei einer Serie von Erschütterungen mindestens 48 Menschen ums Leben.

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