Nahost – Israels Armee meldet Tötung weiterer Hamas-Terroristen

Neue Raketenangriffe aus Gaza auf Israel – Alarm im Großraum Tel Aviv

Das israelische Militär hat bei Bombenangriffen im Gazastreifen nach eigenen Angaben weitere Terroristen der islamistischen Hamas getötet. Wie die Armee Sonntagfrüh auf Telegram mitteilte, kam am Vortag unter anderem ein Mitglied der Hamas-Sturmeinheit „Nuchba“ („Elite“) bei den Angriffen ums Leben. „Nuchba“-Terroristen gehörten zu den Kräften, die das Eindringen nach Israel am 7. Oktober anführten. Seit dem Terroranschlag sind in Israel mehr als 1.400 Tote zu beklagen.

Seither fliegt Israels Luftwaffe massive Bombenangriffe im Gazastreifen. Kampfflugzeuge hätten dort am Samstag Dutzende von Hamas-Terrorzielen angegriffen, von denen sich einige in mehrstöckigen Gebäuden befanden, teilte das israelische Militär weiter mit. Im Laufe des Tages seien Tunnelschächte, Waffendepots und Moscheen, die von der Hamas als Kommandozentralen genutzt werden, angegriffen worden, hieß es.

Nach Informationen aus Medizinerkreisen wurden bei den Attacken mehr als 50 Palästinenser getötet. Eine offizielle Bestätigung oder Stellungnahme des israelischen Militärs zu diesen Angaben lag zunächst nicht vor. Am Samstag hatte die Armee angekündigt, weiter Gaza-Stadt im Norden des Küstengebietes ins Visier zu nehmen und die Zahl der Angriffe zu erhöhen. Bereits zuvor hatten palästinensische Medien mindestens elf getötete Palästinenser nach einem israelischen Angriff auf Khan Junis gemeldet. Die Stadt liegt im Süden des Gazastreifens.

Im Westjordanland bombardierte Israel nach eigenen Angaben eine Hamas-Terrorzelle. In der Al-Ansar-Moschee habe sich ein unterirdischer „Terrorkomplex“ der islamistischen Hamas und des Islamischen Jihad befunden, die einen weiteren Terroranschlag geplant hätten, teilte das Militär in der Nacht auf Sonntag auf Telegram mit. Die Moschee liegt im palästinensischen Flüchtlingslager Jenin. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums kamen bei dem Angriff zwei Palästinenser ums Leben. Die Moschee sei von Terroristen als Kommandozentrale für die Planung und Ausführung von Anschlägen genutzt worden, so die Armee.

Bei Konfrontationen im Bereich von Nablus und Jenin wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Sonntag drei weitere Palästinenser getötet. Die Lage im Westjordanland hat sich seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas am 7. Oktober noch weiter verschärft. Binnen zwei Wochen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums allein im Westjordanland 90 Palästinenser getötet. Seit Jahresbeginn kamen demnach 286 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen im Westjordanland, Konfrontationen oder nach eigenen Anschlägen ums Leben.

Unterdessen gingen die Raketenangriffe militanter Palästinenser im Gazastreifen auf Israel weiter. Im Großraum Tel Aviv gab es Sonntagfrüh erneut Raketenalarm, wie die israelische Armee mitteilte. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe bisher keine Berichte über Verletzte.

Seit Beginn des Krieges vor zwei Wochen sind nach israelischen Armeeangaben rund 7.000 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Mehr als 550 seien in dem Palästinensergebiet selbst eingeschlagen und hätten dort auch Todesopfer verursacht.

Bei erneuten Angriffen auf die Flughäfen von Damaskus und Aleppo in Syrien ist mindestens ein Zivilist ums Leben gekommen und ein weiterer verletzt worden. Die mutmaßlich israelischen Raketenangriffe ereigneten sich zeitgleich an beiden Flughäfen Sonntagfrüh, wie es aus Militärkreisen hieß. An beiden Flughäfen seien Landebahnen beschädigt worden.

Erst vor gut einer Woche wurden die beiden Flughäfen Ziel von mutmaßlich israelischen Luftangriffen. Auch dabei wurden die Landebahnen der Flughäfen beschädigt und der Betrieb zeitweise eingestellt. Nach Reparatur und Freigabe der Landebahn für den Betrieb in Aleppo wurde diese erneut zum Ziel von Angriffen. Die israelische Armee äußerte sich auf Anfrage nicht, wie in diesen Fällen üblich.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.