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Eurozonen-Wirtschaft brach im Frühjahr um 12,1 Prozent ein

Die Wirtschaft in der Eurozone ist in der Coronakrise unter die Räder gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im Zeitraum von April bis Juni zum Vorquartal um 12,1 Prozent, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag auf Basis einer vorläufigen Schätzung mitteilte.

Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1995. Experten hatten einen Einbruch in dieser Größenordnung erwartet, nachdem die Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn um 3,6 Prozent zurückgegangen war.

Die Wirtschaft im Euro-Währungsraum war bereits angeschlagen in die Coronakrise gegangen und steckt nun tief in der Rezession. Auch die beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone wurden hart getroffen: Während das BIP in Deutschland um 10,1 Prozent schrumpfte, waren es in Frankreich sogar 13,8 Prozent. Dazwischen bewegt sich Italien mit minus 12,4 Prozent. Noch heftiger durchgeschüttelt wurden jedoch die Volkswirtschaften in Portugal (minus 14,1 Prozent) und Spanien mit minus 18,5 Prozent. Vergleichsweise glimpflich war der BIP-Rückgang in Litauen mit minus 5,1 Prozent und in Lettland mit minus 7,5 Prozent.