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Mehr als 100 Tote bei Erdrutsch in Jade-Bergwerk in Myanmar

Bei einem Erdrutsch in einer Jade-Mine im Norden Myanmars sind mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. „Bis jetzt wurden insgesamt 113 Leichen gefunden“, erklärte die Feuerwehr des südostasiatischen Landes am Donnerstag im Onlinedienst Facebook. Nach Angaben eines örtlichen Polizeibeamten wurde die Suche nach weiteren Opfern wegen heftiger Regenfälle vorerst gestoppt.

Die Arbeiter seien unter einer Schlammlawine begraben worden, erklärten die Behörden. Der Erdrutsch ereignete sich der Feuerwehr zufolge Donnerstagfrüh in der Ortschaft Hpakant nahe der chinesischen Grenze. Hpakant liegt im nördlichen Bundesstaat Kachin, dem Hauptabbaugebiet für Jade.

Myanmar ist einer der größten Jade-Produzenten weltweit. Vor allem im benachbarten China steht der Schmuckstein hoch im Kurs. Die Bergbaufirmen, die vielfach mit der früheren Militärjunta in Verbindung stehen und an der Regierung vorbei im Verborgenen arbeiten, verdienen mit dem Abbau Milliarden.

Von den Gewinnen werden wiederum Tausende Anrainer und Wanderarbeiter angezogen, die den lose aufgeschütteten Aushub der Minen nach übersehenen Edelsteinen durchsuchen. Dabei kommt es immer wieder zu tödlichen Erdrutschen und Unfällen.