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Coronavirus-Mundschutzpflicht in Supermärkten beginnt

Am Mittwoch hat zur Eindämmung des Coronavirus die Mundschutzpflicht in den Supermärkten, Drogerien und Drogeriemärkten begonnen. Spätestens nächste Woche sind die Masken Pflicht. „Die zusätzlichen Hygieneregeln sind unverzüglich, spätestens jedoch mit 6. April 2020 umzusetzen“, heißt es im Erlass des Gesundheitsministerium. Geschäfte mit weniger als 400 Quadratmeter sind ausgenommen.

Dort gelten weiter nur die bisherigen Hygienevorschriften in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Kunden mit „Symptomen“ dürfen nicht mehr in Geschäftsräumlichkeiten. Die Mitarbeiter müssen Masken und Handschuhe tragen. Den Kunden sind die laut Gesundheitsministerium „mechanische Schutzvorrichtungen“ ab Verfügbarkeit und kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Die Kunden dürfen die Mund-Nase-Masken auch selbst mitbringen dürfen. Bei der Maßnahme geht es nicht um den Eigenschutz, vielmehr soll das Anniesen oder Anhusten vermieden werden – und damit die Ansteckung anderer. Auch das Abstandhalten im Supermarkt soll genauer geregelt werden. Die Supermärkte müssen eine Höchstzahl von Kunden festlegen, die gleichzeitig hereindürfen, um den vorgeschriebenen Ein-Meter-Sicherheitsabstand sicherzustellen. Sobald die Obergrenze erreicht ist, darf das Geschäft dann nur mehr betreten werden, wenn jemand herauskommt.

Rund zehn Prozent der mit Covid-19 infizierten Österreicher (1.071) müssen mittlerweile im Spital behandelt werden, berichtete das Innenministerium am Mittwoch. 215 davon werden intensivmedizinisch betreut. Mit Stand 10.00 Uhr haben sich 10.407 Österreicher mit dem Coronavirus angesteckt. 1.436 haben sich wieder davon erholt. 146 erlagen der Krankheit.

Wenn man die täglich um 8.00 Uhr veröffentlichten Zahlen des Gesundheitsministeriums im 24-Stunden-Vergleich heranzieht, zeigt sich, dass der tägliche Anstieg der Infektionen leicht zurückgeht. Von Dienstag auf Mittwoch war der Anstieg 5,79 Prozent, die Tage davor waren es noch 6,37 bzw. 9,32. Der Anstieg im Sieben-Tage-Schnitt lag bei 7,27 Prozent Zuwachs.

Die meisten Infizierten gab es weiterhin in Tirol, gefolgt von Niederösterreich, Oberösterreich und dann Wien. Die meisten Toten sind in der Steiermark, in Wien und in Tirol zu beklagen.