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Intendant Pereira verabschiedet sich von der Scala

Scala-Intendant Alexander Pereira hat am Ende seiner sechs Jahre an der Spitze des Mailänder Opernhauses eine Bilanz gezogen. „Eine Zeit geht zu Ende, in der viel gemacht worden ist. Wir haben die Stadt Mailand geweckt“, sagte Pereira bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der „Tosca“ am Montag, mit der am kommenden Samstag die Scala-Saison 2019/2020 eröffnet wird.

Zu den größten Erfolgen zählte der Kulturmanager die zunehmende Besucherzahl im Mailänder Opernhaus. Die Einnahmen durch den Kartenverkauf sei dank der höheren Zahl von Aufführungen von 28 Mio. Euro auf 35 Mio. Euro gestiegen. In den vergangenen Jahren habe er außerdem das Ballett stark gefördert, 380.000 Kinder haben das Theater besucht.

Pereira hob die guten Beziehungen, die er zum Scala-Personal aufgebaut habe. „Das Personal hat mir Vertrauen geschenkt, die Scala-Mitarbeiter haben mich sofort als einen von ihnen aufgenommen. Ich habe viel Vertrauen gespürt. In sechs Jahren hat es keinen einzigen Streik gegeben“, sagte Pereira.

Jetzt beginne für ihn ein neues Kapitel: „Jetzt habe ich die Chance, für die nächsten fünf Jahre in einem anderen Theater zu arbeiten.“ Seinem Nachfolger an der Scala – Staatsopern-Chef Dominique Meyer – wünsche er viel Erfolg.“Ich liebe die Scala und hoffe, dass sie weiterhin erfolgreich sein wird“, sagte Pereira, der am dem 15. Dezember zum Florentiner Opernhaus „Maggio musicale fiorentino“ wechselt. Meyer tritt das neue Amt als Scala-Intendant mit 1. März 2020 an.

Jetzt wolle er sich darauf konzentrieren, aus dem „Maggio musicale fiorentino“ ein Theater von höchstem Niveau zu machen: „Ich hoffe, die notwendigen Sponsoren dafür zu finden“, sagte Pereira.

Der Kulturmanager rechnet damit, dass die Scala-Premiere mit Anna Netrebko als „Tosca“ ein Erfolg sein werde. Der italienische Bariton Luca Salsi spielt den Scarpia. Regisseur ist der Italiener Davide Livermore, der bereits mit Verdis „Attila“ bei der Saisoneröffnung am 7. Dezember 2018 einen Erfolg gelandet hatte. Bei der „Tosca“-Premiere wird die Version aufgeführt, die bei der Opernpremiere im Jahr 1900 in Rom vorgestellt wurde. Die Saison der Scala wird traditionsgemäß am 7. Dezember eröffnet, dem Tag des Heiligen Ambrosius, Patron der Stadt Mailand.