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Banges Warten auf Niederschläge in Kärnten und Osttirol

Trotz neuerlicher intensiver Niederschläge in Osttirol ist die Nacht auf Sonntag weitgehend ruhig verlaufen. Es sei zu keinen größeren Vorkommnissen gekommen, teilte Bezirkshauptfrau Olga Reisner mit. Auch die Stromversorgung konnte über Nacht aufrechterhalten und weitere Haushalte wieder mit Strom versorgt werden. Sonntagfrüh waren noch 1.700 Haushalte ohne Energie.

Betroffen vom Stromausfall waren noch Matrei bis Tauerntal, das Kalsertal bis Talschluss, das Villgratental sowie das Lesachtal ab Kartitsch bis zur Landesgrenze. Aufgrund der anhaltenden Niederschläge seien im Laufe des Tages weitere Unterbrechungen der Versorgung nicht auszuschließen, so Reisner. Der Sonntag soll erneut, soweit es die Witterungsbedingungen zulassen, für Erkundungsflüge, Schneeräumungen der Straßen sowie für die Instandsetzung der Stromversorgung genutzt werden. Aus Sicherheitsgründen mussten auch am Sonntag noch zahlreiche Straßen gesperrt bleiben.

Auch am Sonntag sollte es in Oberkärnten und Osttirol weiterhin stark regnen und schneien, stellenweise auch in den südlichen Regionen von Salzburg und Nordtirol. Hier gelten weiterhin rote und orange Wetterwarnungen, so die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Sonntag. Bis in die späten Abendstunden war noch mit anhaltendem Niederschlag zu rechnen, erst dann werde es zu einer Entspannung kommen. Auch am Sonntag herrschte Lawinenwarnstufe 4 der fünfteiligen Skala.

Aufgrund der außergewöhnlichen Wettersituation empfahl die Bildungsdirektion Tirol den Schulleitern aller Pflichtschulen sowie der mittleren und höheren Schulen in Osttirol, die Schulen auch am Montag noch geschlossen zu halten. Dies teilte die Bildungsdirektion am Sonntag in einer Aussendung mit.

Verhältnismäßig ruhig verlief die Nacht in Kärnten. Nach wie vor herrschte vor allem in Oberkärnten Muren- und Lawinengefahr. Die Niederschläge waren jedoch schwächer als erwartet, wodurch die aktuellen Zuflüsse zu den Flüssen niedriger ausgefallen sind. Ein Anstieg werde ab etwa 14.00 Uhr erwartet, fasste Katastrophenschutzbeauftragter Markus Hudobnik gegenüber der APA zusammen.

In den Oberkärntner Gemeindegebieten von Kötschach-Mauthen und Dellach im Gailtal (Bezirk Hermagor) war aufgrund von Lawinen und Murenabgängen, beziehungsweise der Gefahr von Schneebruch eine Sperre von Wegen und Straßen zu den höher gelegenen Ortschaften und Weilern verhängt worden. Auch im Kärntner Lesachtal herrschte akute Muren- und Lawinengefahr, so dass die Gailtalstraße (B111) zwischen Kötschach und der Landesgrenze zu Tirol für den gesamten Verkehr gesperrt wurde. Weiterhin blieb auch die Plöckenstraße von Mauthen auf die Passhöhe gesperrt, teilte die BH Hermagor mit.