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Österreich schaffte mit 2:1 gegen Nordmazedonien EM-Quali

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft hat sich am Samstag den Startplatz für die EURO 2020 gesichert. Die ÖFB-Auswahl feierte vor 41.100 Zuschauern im Wiener Happel-Stadion einen hochverdienten 2:1-Sieg über Nordmazedonien und beendet damit die Gruppe G fix auf Platz zwei, weil eine Runde vor Schluss von hinten keine Gefahr mehr droht und Polen nach dem Erfolg in Israel uneinholbar voranliegt.

David Alaba (8.) und Stefan Lainer (48.) erzielten bei einem Gegentreffer von Vlatko Stojanovski (93.) die Tore der drückend überlegenen Gastgeber, für die das letzte EM-Qualifikationsmatch am Dienstag in Riga gegen das punktlose Schlusslicht Lettland nur noch ein Charaktertest ist. Auf Österreich wartet nun im kommenden Jahr die insgesamt dritte Teilnahme an einer EM, zuvor war man 2008 und 2016 in der Gruppenphase ausgeschieden. Die Qualifikation für die kontinentale Endrunde gelang zum zweiten Mal in Folge auf sportlichem Wege, 2008 war man als Gastgeber qualifiziert.

Die Gefahr eines Scheiterns hatte schon vor der Partie nur in der Theorie bestanden, die letzten Zweifel waren in der achten Minute praktisch beseitigt. Stefan Lainer spielte einen Querpass zur Mitte, der im Abseits stehende Marko Arnautovic ließ den Ball durch und brachte dadurch Alaba in Position. Der Bayern-Profi umkurvte Nordmazedonien-Goalie Stole Dimitrievski und schob mit seinem schwächeren rechten Fuß ein.

Gäste-Kapitän Stefan Ristovski berührte zwar noch den Ball, konnte den Gegentreffer aber nicht mehr verhindern. Für Alaba war es das 14. Tor im 72. Länderspiel, zuletzt hatte der Wiener am 6. September 2018 beim 2:0-Testspielsieg gegen Schweden für die ÖFB-Auswahl getroffen.

Trotz des frühen Rückstands gingen die Nordmazedonier nicht von ihrer strikten Defensivtaktik ab. Die Gäste standen extrem tief und waren sichtlich nur um Schadensbegrenzung bemüht, dennoch kamen die Österreicher zu guten Chancen. In der 17. Minute ließ Arnautovic nach Pass von Julian Baumgartlinger Verteidiger Mario Mladenovski aussteigen, schoss aber am langen Eck vorbei. Zwei Minuten später fand Martin Hinteregger nach einer Energieleistung mit seinem Lupfer in Dimitrievski seinen Meister, wieder vier Minuten danach traf Arnautovic aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

Der China-Legionär hatte auch in der 34. Minute Pech, als sein Kopfball nur knapp das Ziel verfehlte. Kurz vor der Pause gab es noch zwei gute Gelegenheiten für Österreich, doch ein Schuss von Marcel Sabitzer wurde von Dimitrievski pariert (43.) und ein Halbvolley von Valentino Lazaro flog weit über die Latte (45.). Auf der Gegenseite musste ÖFB-Goalie Alexander Schlager bei seinem Debüt vor dem Seitenwechsel keinen einzigen Schuss halten.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff sorgten die Hausherren endgültig für klare Verhältnisse. Zunächst wehrte Dimitrievski einen Lazaro-Drehschuss über die Latte. Den darauffolgenden Corner brachte Lazaro zur Mitte, die Nordmazedonier konnten nicht klären und Lainer scorte aus kurzer Distanz sein erstes Tor im 18. Länderspiel (48.).

Die Nordmazedonier wurden in der Folge aktiver: Schlager entschärfte einen direkt aufs Tor gezirkelten Eckball von Eljif Elmas (52.), hätte bei einem knappen Fehlschuss von Stojanovski das Nachsehen gehabt (74.) und war bei einem Stojanovski-Kopfball auf dem Posten (76.).

Die Mannschaft von Franco Foda kontrollierte aber nach wie vor das Geschehen, auch wenn sie keine Topchancen mehr vorfand und durch einen Stojanovski-Kopfball noch ein Gegentor kassierte (93.). Der Erfolg geriet dennoch in keiner Phase mehr in Gefahr, womit die Österreicher nach den beiden Niederlagen zum EM-Quali-Auftakt aus den jüngsten sieben Matches sechs Siege und ein Remis holten.

Die Nordmazedonier hingegen hätten ein Sieg benötigt, um ihre Mini-Chance auf ein EURO-Ticket via EM-Quali zu wahren. Die Auswahl des Balkan-Staates kann allerdings im März 2020 noch auf die Hintertür Nations-League-Play-off hoffen.