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Drei Tote bei Schüssen auf Volksfest in Kalifornien

Bei Schüssen auf einem Volksfest in Kalifornien sind einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung zufolge drei Menschen getötet worden. Ein Mitglied des Stadtrats von Gilroy, Dion Bracco, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass zudem zwölf Menschen verletzt worden seien. Seine Informationen habe er direkt von der Polizei. Er betonte dabei, dass es sich um vorläufige Zahlen handle.

Eine Sprecherin des Santa Clara Valley Medical Center hatte der dpa zuvor gesagt, fünf Menschen seien in das Krankenhaus eingeliefert worden. Zu ihrem Zustand konnte sie zunächst keine Angaben machen. Der Vorfall ereignete sich auf dem „Gilroy Garlic Festival“, einem dreitägigen Fest. Gilroy liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von San Jose.

Die Rede war von mindestens einem Schützen, der möglicherweise noch flüchtig ist. Berichten zufolge sei der mutmaßliche Täter noch nicht gefasst, schrieb US-Präsident Donald Trump am Sonntagabend auf Twitter. „Seid vorsichtig und passt auf!“, appellierte er.

Der Fernsehsender NBC zeigte Aufnahmen von flüchtenden Menschen, die Polizei eilte mit einem Großaufgebot zum Tatort. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Ein Augenzeuge sagte NBC Bay Area, eine Kugel habe seinen Kopf knapp verfehlt, und als er sich umdrehte, habe er zahlreiche Menschen rennen sehen. Ein anderer Zeuge sagte, der Schütze habe eine Art Tarnkleidung getragen.

Wackelige Bilder auf NBC zeigten Menschen, die während des „Food Festivals“ auf einer Wiese offensichtlich vor etwas wegrannten. Eine Reporterin berichtete von mindestens sechs Krankenwagen in Alarmbereitschaft. Andere Aufnahmen zeigten Polizeiwagen mit Blaulicht. In Sozialen Medien kursierten zahlreiche Videos, auf denen Schüsse zu hören sind.

Das dreitägige „Gilroy Garlic Festival“ gibt es laut dem Veranstalter des Nahrungsmittel-Festes seit 1979 und zieht viele Familien an. Es hat sich auf knoblauchhaltige Speisen spezialisiert. Auch Musikbands treten dort auf.

In den USA kommt es immer wieder zu Vorfällen mit Schusswaffen. 2017 starben deswegen knapp 40 000 Menschen in den Vereinigten Staaten. Im Oktober 2017 hatte ein Mann bei einem Musikfestival in Las Vegas ein besonders folgenschweres Massaker angerichtet: Dutzende Menschen wurden getötet, als er von einem Hotel aus auf die Menschenmenge schoss.