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Unwetter quer durchs Land machten Einsatzkräften zu schaffen

Die Hitzewelle ist am Montagabend und in der Nacht in weiten Teilen Österreichs mit Unwettern zu Ende gegangen. In Niederösterreich war der Bezirk Waidhofen an der Thaya am stärksten betroffen. Auch in Oberösterreich hatten die Einsatzkräfte viel zu tun. In Tirol lösten Blitzeinschläge am Montagabend gleich mehrere Waldbrände aus. Im Salzburger Pinzgau war am Dienstag das große Aufräumen im Gang.

Alleine 250 Helfer waren in und um Waidhofen an der Thaya gefordert. Das Bezirkskommando berichtete von enormen Niederschlagsmengen, orkanartigen Sturmböen und Hagel. Im Waldviertel waren laut Landeskommando auch die Bezirke Zwettl, Horn und Gmünd von Unwettern betroffen. „Gestreift“ haben die heftigen Gewitter einem Sprecher zufolge auch den Bezirk Korneuburg im Weinviertel. In ganz Niederösterreich standen rund 900 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Aufräumarbeiten waren Dienstagfrüh großteils abgeschlossen.

In Tirol mussten die Feuerwehren über das gesamte Bundesland verteilt – vom Oberland über den Großraum Innsbruck bis hin zu Osttirol – ausrücken, um die Brände zu bekämpfen. Teilweise konnten die Flammen noch in der Nacht wieder gelöscht werden, teilte die Polizei mit. Im Gemeindegebiet von Thaur (Bezirk Innsbruck-Land) im Bereich des Rosskopfs fingen aufgrund eines Blitzeinschlages mehrere Büsche Feuer. Rund 50 Mitglieder der Feuerwehren Hall, Absam, Thaur und der Berufsfeuerwehr Innsbruck rückten aus. Zudem kamen auch zwei Hubschrauber für Löschflüge zum Einsatz.

Die Aufräumarbeiten prägten am Dienstag in Uttendorf (Pinzgau) das Geschehen. Keller, Erdgeschoße, Gewerbegebiete und Unterführungen müssen nach dem schweren Unwetter von Montagnachmittag von Wasser, Schlamm und Geröll befreit werden, daneben sind auch mehrere Öltanks ausgeflossen. „Es sind derzeit noch gut 20 Schadstellen aufzuarbeiten“, sagte Mario Rieder von der Freiwilligen Feuerwehr zur APA.

In Oberösterreich waren am Montag 140 Feuerwehren mit rund 1.600 Einsatzkräften gefordert. Brände aufgrund von Blitzeinschlägen und demolierten Stromleitungen, beschädigte Gebäude, umgestürzte Bäume und Überflutungen hielten sie ab dem Nachmittag bis in die Nachtstunden auf Trab. Die Unwetter zogen über dem Bezirk Wels-Land auf und weiter über die Bezirke Linz-Land, Kirchdorf, Steyr-Land und den Zentralraum ins östliche Mühlviertel, hieß es aus dem Landesfeuerwehrkommando.