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Leitungssuche im Volkstheater: Außer neue Namen nichts Neues

Einen Tag vor der letzten Spielplanpressekonferenz der scheidenden Volkstheater-Direktorin Anna Badora kursieren zwar in den Medien neue Namen für ihre Nachfolge, gibt es aber laut der Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) keine Neuigkeiten. Die Jury hatte ihre Suche nach einer neuen Leitung ja aufgrund einer konstatierten Unterdotierung der Bühne ergebnislos abgebrochen.

Im aktuellen „profil“ ist davon zu lesen, dass die Dramaturgin Rita Thiele, bereits unter Claus Peymann am Burgtheater und derzeit stellvertretende Intendantin am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, ihre Bewerbung noch vor den Hearings mit Verweis auf die zu geringen Mittel zurückgezogen habe. Beworben habe sich dagegen der Berliner Regisseur Ersan Mondtag. „Ich finde, man sollte das Haus einem jungen Team geben, das auf ein starkes Ensemble setzt“, wird er zitiert. In der „Presse“ werden Rabenhof-Leiter Thomas Gratzer und die Bozener Intendantin Irene Girkinger ins Spiel gebracht.

Diese Namen wollte Kaup-Hasler am Dienstag am Rande einer Festwochen-Pressekonferenz nicht kommentieren. „Das ist die Sache der Jury“, sagte die Kulturstadträtin gegenüber der APA. Die Zeit dränge jedoch, deswegen werde in den kommenden zwei Wochen ein neuer Auftrag an die Jury ergehen.

Ob bis dahin die geforderten zusätzlichen drei Millionen Euro Jahresbudget für die Bühne aufgetrieben werden können, ist fraglich. Einen diesbezüglichen Termin mit Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP), von dem sich die Stadträtin ein Drittel dieser Summe erhofft, habe es bisher noch nicht gegeben, hieß es.

Das Volkstheater wird von Jänner bis Oktober 2020 für eine Generalsanierung gesperrt. In den Medien wurde bereits vielfach eine längere Schließungsphase als Möglichkeit, Zeit zu gewinnen, diskutiert.