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Paris gewann Super-G in Kvitfjell

Aus einer ÖSV-Doppelführung in der Super-G-Wertung ist nach dem Rennen in Kvitfjell ein Rückstand von 44 Zählern für Vincent Kriechmayr geworden. Der Südtiroler Dominik Paris gewann nach der Abfahrt auch den Weltcup-Super-G und brachte sich im Kampf um die kleine Kristallkugel in Front. Dem Oberösterreicher Vincent Kriechmayr fehlen nach Tagesrang vier (0,82) als Disziplinzweiten 44 Zähler.

Der Südtiroler Weltmeister Paris setzte sich am Sonntag vor dem Norweger Kjetil Jansrud (0,43 Sek.) und dem Schweizer Beat Feuz (0,60) durch. Es war der 14. Weltcupsieg seiner Karriere, der fünfte in diesem Winter. Olympiasieger Matthias Mayer kam als Zwölfter nicht in die Top Ten (1,47), wie die Norweger Aleksander Aamodt Kilde und Jansrud und der Schweizer Mauro Caviezel hat auch er noch theoretische Chancen auf die kleine Kugel. Vor Kvitfjell war er noch Zweiter gewesen.

„Ein vierter Platz ist nicht schlecht, natürlich hätte ich mir mehr vorgenommen“, sagte Kriechmayr, der nicht ganz am Limit gefahren war. „Dominik war da sicher mehr am Limit, was die Linie angeht. Wenn sich im Super-G das alles ein bisschen zu leicht ausgeht, dann ist es meistens nicht schnell.“ Das bestätigte auch der Sieger. „Es war mehr am Limit als erwartet. Der Kurs war ziemlich schnell gesetzt, ein paar Mal ist es sich knapp ausgegangen. Im Super-G weiß man, wenn es knapp ist, ist man meistens schnell.“

Die Top-Form von Paris ringt auch Kriechmayr Respekt ab: „Er zieht es gnadenlos durch, er ist sicher vom Speed her der Schnellste zur Zeit, aber verloren ist nichts. Beim Finale ist die Strecke eine ganz andere, das ist für jeden Neuland. Es gilt aufs Neue, sich zu beweisen. Ich werde volles Risiko gehen, dann werden wir sehen, was rauskommt. Dominik muss auch erst runterfahren und ich muss mein letztes Hemd riskieren.“ Der letzte Super-G wird in der Finalwoche ab 13. März in Soldeu/Andorra ausgetragen.

Der Tageszwölfte Mayer hatte Probleme bei einem Sprung, insgesamt habe sich die Fahrt aber besser angefühlt, als das Ergebnis zeigte. „Mir kam es nicht so schlecht vor, ich dachte, ich habe einen guten Zug, aber offensichtlich hat es nicht so gut funktioniert.“ Der Kärntner hatte schon vor dem Rennen erwähnt, dass Paris der Mann sei, den es zu schlagen gelte, etwas näher dran habe er sich aber schon gesehen. „Im Disziplinweltcup wird es schwierig, aber es ist immer noch alles möglich. Natürlich ist Dominik in dieser Form zäh zum Biegen.“

Wegen Neuschnees hatte das Rennen eine halbe Stunde verspätet begonnen, die Piste war in einem guten Zustand und ließ einen fairen Ablauf zu. Zweitbester Österreicher war Christian Walder als Elfter (+1,14), es war sein ex aequo zweitbestes Saisonergebnis nach Rang acht im November in der Abfahrt in Beaver Creek. „Es war wieder ein Patzer mittendrin. Der Erste ist weit weg, aber zum Fünften sind es zwei Zehntel“, ärgerte er sich ein bisschen. Die Teilnahme am Finale der Top 25 ging sich aber aus. „Das war das große Ziel“, sagte der Kärntner.

Für Hannes Reichelt lief es in Kvitfjell überhaupt nicht, nach Platz 23 in der Abfahrt wurde er im Super-G 18. Seinen Sturz in Bansko wollte er nicht als Ursache hernehmen. „Aus solchen Tiefs bin ich schön öfter rausgekommen“, versicherte der Salzburger. Punkte gab es auch für Christopher Neumayer als 20., Christoph Krenn als 22. und Johannes Kröll als 23. Außerhalb der Top 30 blieb Otmar Striedinger (38.), Daniel Danklmaier schied aus.

(APA)