Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Holdener führt im WM-Slalom – Liensberger Halbzeit-Vierte

Die letzte Entscheidung der Damen bei der Alpinski-WM in Aare verspricht Hochspannung. Die viertplatzierte Katharina Liensberger hat nur 0,27 Sekunden Rückstand auf die halbzeitführende Wendy Holdener, hinter der Schweizerin folgen die Schwedin Anna Swenn Larsson (+0,11 Sek.) und die dreifache Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin aus den USA (0,15), die mit einer Erkältung kämpft.

An Liensberger wird es damit in erster Linie liegen, doch noch eine Medaille für Österreichs Frauen in Schweden zu erringen, der zweite Durchgang ist für 14.30 Uhr angesetzt (live ORF eins). Das letzte Mal waren die ÖSV-Damen 1982 in Schladming bei einer WM leer ausgegangen. Auf den guten neunten Platz fuhr mit Startnummer 19 als Last-Minute-Qualifikantin Katharina Huber (1,58), Katharina Truppe hatte als Zehnte bereits 1,85 Rückstand, Bernadette Schild als Zwölfte trotz guter Startnummer fünf 2,12.

Holdener gewann in Aare bereits die Goldmedaillen in Kombination und mit dem Team. Der Sieg in einem Spezialslalom im Weltcup blieb ihr bisher verwehrt, sie war aber bereits neunmal Zweite und elfmal Dritte. „Ich fühle mich wohl, kann schnell fahren, ich bin richtig happy“, sagte Holdener.

Riesentorlauf-Weltmeisterin und Kombi-Silbermedaillengewinnerin Petra Vlhova fasste als Fünfte bereits 0,46 aus, gab aber freilich noch nicht auf. „Es ist sehr schwierig, den Rhythmus zu finden. Aber es ist alles offen. Noch ein Lauf, ich werde Vollgas geben.“ Sechste war Frida Hansdotter (SWE/0,56).

Liensberger ist im Paket der Besten mit dabei. „Ich wusste, dass es bei der Kurssetzung wichtig sein wird, ans Limit zu gehen, sich darüber hinaus zu bewegen. Einzelne Schwünge waren dabei, wo ich gemerkt habe, dass was weitergegangen ist“, sagte die Vorarlbergerin. „Jetzt heißt es, gut auf den zweiten Lauf fokussieren. Es ist eine große Dichte da, es ist wichtig, zu pushen und Gas zu geben.“ Mit Startnummer eins sei es auf der Piste natürlich hervorragend zu fahren gewesen.

„Abzuschwingen und unter den ersten zehn zu sein, ist schon ganz cool. Das kann ich so lassen. Die Spuren waren nicht leicht zu sehen“, sagte Huber, die einen Top-Ten-Rang sofort nehmen würde. „Es war echt nicht leicht, man hatte keine Bodensicht und die Spuren nicht gesehen. Es war schwer auf Tempo zu kommen, dass man andrücken kann. Ich bin in Angriffsposition, habe nichts mehr zu verlieren“, meinte Truppe. Schild haderte mit dem flachen Hang. „Ich habe null Zug am Ski gehabt. Ich habe alles probiert, aber es hat sich sehr schwerfällig angefühlt. Es hat einfach nicht gepasst.“

(APA)