Ebola-Fieber in Uganda laut WHO unter Kontrolle

Rund fünf Wochen nach dem Ausbruch des Ebola-Fiebers in Uganda ist das Virus Expertenangaben zufolge unter Kontrolle. „Aber wir müssen diejenigen, die Kontakt mit Ebola-Patienten hatten, weiter beobachten“, sagte der Vize-Chef der Weltgesundheitsorganisation, Solomon Fisseha, am Dienstag.

„Es gibt jetzt nur noch Fälle in Kibaale, der Ebola-Ausbruch ist unter Kontrolle“, erklärte Fisseha. Seit Anfang Juli hatten sich im Westen des Landes Dutzende Menschen mit der lebensgefährlichen Krankheit infiziert. 16 von ihnen starben. Über 300 Bewohner der Region stehen unter Beobachtung, weil sie mit Opfern der Seuche in Kontakt gekommen waren. „Wir können erst nach 21 Tagen sicher sein, dass sie nicht mit dem Virus infiziert sind.“ Etwa 30 Menschen mit Ebola-Symptomen sind weiterhin in Quarantäne. Für Ebola gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel.

Neben WHO-Teams sind seit Wochen auch Experten des US-amerikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle (CDC), des ugandischen Roten Kreuzes und der Organisation Ärzte ohne Grenzen im Einsatz. Dies ist bereits der vierte Ebola-Ausbruch in dem ostafrikanischen Land innerhalb von zwölf Jahren.

Bei zwei Epidemien in den Jahren 2000 und 2007 waren in Uganda weit mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr starb ein zwölfjähriges Mädchen an der gefährlichen Krankheit. Eine Infektion mit Ebola-Viren führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Benannt ist die Krankheit nach dem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo, in dessen Nähe sich die Epidemie 1976 erstmals ausbreitete.

(APA/dpa)

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