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„Arnie“ kommt für Doku-Dreh in Grazer Kaserne

Arnold Schwarzenegger ist wieder im Anflug auf die Steiermark und bringt diesmal eine komplette Fernseh-Crew mit: Der US-amerikanische Sender CBS will in seinem Format „60 Minutes“ einen Report über die „Steirische Eiche“ bringen und dreht dafür ab Mittwoch in seiner Heimat.

Fixe Locations sind das Arnie-Museum in Thal, der Thalersee sowie die Belgierkaserne in Graz, in der Schwarzenegger seinen Wehrdienst als Panzerfahrer leistete. Autogrammjäger dürften schon in den Startlöchern scharren, denn Schwarzenegger soll ab Mittwoch persönlich in Graz und Umgebung zu den Dreharbeiten des US-Senders hinzustoßen. Zaungäste beim Museum in Thal, wo jedenfalls gedreht wird, müssen aber draußenbleiben, denn das Fernsehteam wünschte sich Ruhe bei der Arbeit, so Museumsinitiator Peter Urdl im APA-Gespräch. Die Polizei soll für Absperrungen sorgen. Arnie dürfte am Dienstag in Graz ankommen und am Abend seinen Geburtstag mit Freunden nachfeiern.

Über die weiteren Dreh-Locations sickerten bisher nur Gerüchte durch: Ins Auge gefasst habe die Crew das Schlossberg-Restaurant, den „Governor’s Room“ im Cafe Kaiserfeld und das St. Veiter Schlössl – alle in Graz. Fix dagegen sind Dreharbeiten in der Grazer Belgierkaserne, wo Schwarzenegger zwischen Oktober 1965 und Juni 1966 seinen Wehrdienst beim damaligen Panzerbataillon 4 leistete.

Oberst Gerhard Schweiger, Sprecher des Militärkommandos Steiermark, bestätigte die Dreh-Anfrage und dass man sich auf die Ankunft der Crew vorbereite: „Schwarzenegger war seinerzeit Panzerfahrer und lenkte einen amerikanischen M47.“ Den Panzer, mit dem er damals fuhr, kaufte Schwarzenegger 1994 dem Staat Österreich ab. Der 45 Tonnen schwere Stahlkoloss war bereits auf dem „Schrottplatz“ gelandet. Das demilitarisierte Kampffahrzeug stand zuerst vor einem seiner Restaurants, danach war er an ein Museum in Ohio verliehen.

Bei den Dreharbeiten in der Kaserne dürfte die Crew laut Schweiger „auf den Spuren von Arnold“ einen Rundgang machen. Vieles sehe noch wie damals aus, denn die Gebäude stehen unter Denkmalschutz und seien nur wenig umgebaut worden. Hier will der ehemalige Panzerfahrer einen Kameraden aus der Bundesheerzeit treffen.

Erinnerungen gäbe es genügend auszutauschen, etwa über die Story, wie Arnie unerlaubt für einen Bodybuilder-Wettkampf nach Stuttgart gefahren war und dafür sieben Tage Arrest ausfasste. Drei weitere Tage bekam Gefreiter Schwarzenegger aufgebrummt, weil er eines Nachts, während er den Motor seines M47 warmlaufen ließ, einschlief: „Ich erwachte früh am nächsten Morgen mitten in einem Fluss. Ich hatte vergessen die Handbremse anzuziehen und der Panzer war einfach in das Flussbett gerollt. Glücklicherweise wurde das robuste Gefährt kaum beschädigt“, schrieb er später in seinem Beitrag zu „Bürger in Uniform“, herausgegegeben 2005 vom Militärkommando Steiermark.

(APA)