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Kriterien bei Motorrad-Gebrauchtkauf

Ohne eine ausführliche Probefahrt sollten Motorrad-Gebrauchtkäufer nicht zuschlagen. Während der Testtour lässt sich anhand einiger Kriterien leicht herausfinden, ob der Bock einen Defekt hat oder Motor und Getriebe manipuliert wurden, rät der TÜV Süd.

Die Sachverständigen empfehlen, bei Tempo 60 bis 80 auf gerader und unbelebter Strecke den Lenker locker zu halten. Die Maschine sollte dabei absolut ruhig laufen und nicht zur Seite ziehen. Ansonsten könnten Telegabel oder sogar der Rahmen verzogen sein. Unerlässlich ist auch der Bremsen-Check. Bei der Testfahrt sollte der Fahrer mehrmals hintereinander bremsen. Der Bremspunkt darf sich dabei nicht verändern. Pulsieren die Bremshebel, wenn sie leicht angezogen werden, haben die Bremsscheiben einen Schlag. Wichtig ist auch, während der Fahrt auf die Instrumente zu achten. So sollte die ABS-Kontrolllampe keine Störung des Bremssystems anzeigen.

Ein weiterer Punkt, auf dem bei der Probefahrt zu achten ist, sind die Motorgeräusche. Sie können laut TÜV darauf hindeuten, dass am Motor manipuliert wurde. Wenn der Fahrer untertourig Gas gibt, lassen sich außerdem Geräusche im Getriebe gut hören, die einen Defekt anzeigen. „Mahlt, kracht oder heult es: Finger weg!“, raten die Experten. Nach der Testfahrt wirft der Kaufinteressent besser noch einen Blick auf Motor, Getriebe und Dämpfung. Alle Teile sollten dicht sein, nirgends Öl herauslecken.

(APA/dpa)