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„Manche mögen’s heiß“ in den Kammerspielen

Chicago 1929: Die mittellosen Musiker Joe und Jerry werden Augenzeugen des berühmten „St. Valentins Massakers“. Da die „ausführenden“ Mafiosi bemerken, dass sie Mitwisser haben, verkleiden sich die beiden Musiker als Frauen und finden Engagements in einer Frauenkapelle, mit der sie auf Tournee gehen. Joe und Jerry glauben auf diese Weise ihren Häschern zu entgehen. Aus den beiden werden „Josephine“ (Joe) und „Daphne“ (Jerry). Doch neue Schwierigkeiten tauchen auf, als sich Joe in die Sängerin Sugar verliebt und Jerry als „Daphne“ einen reichen Verehrer hat, der ein simples „Nein“ nicht gelten lässt.

Die gewagte Aufgabe, die legendäre Billy Wilder-Komödie „Some Like It Hot“ auf die Bühne zu bringen, wurde von Regisseur Werner Sobotka überraschend unpeinlich und unterhaltsam bewältigt. Natürlich kann man im Vergleich mit Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis nur verlieren, denkt man, und tatsächlich bekommt man die Filmszenen, die man Dutzende Male gesehen hat, auch jetzt nicht aus dem Kopf. Doch es funktioniert und macht Spaß. Weil die Filmdialoge immer wieder einfach umwerfend sind. Weil Sobotka, sein Ausstattungsteam, Choreograph Ramesh „Dancing Star“ Nair sowie der Arrangeur und musikalische Leiter Christian Frank professionell gearbeitet haben, auf hohes Tempo und flotte Umbauten setzen, so dass die kleine Kammerspiel-Bühne in zwei Stunden reiner Spieldauer nie zu Ruhe kommt. Und weil die Darsteller gewisse gesangliche Defizite mit viel Einsatz und Charme ausgleichen.

INFO: „Sugar – Manche mögen’s heiß“ – Musiktheater. 30. Dezember 2009, 20:00 Uhr. Rotenturmstraße , 1010 Wien. Weitere Informationen unter .

(APA)