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Weihnachten wird warm und stürmisch

Der Föhn hält auch in der folgenden Christnacht an, die Temperaturen sinken nur in windgeschützten Tälern gegen null Grad. Auch im östlichen Flachland gibt der Wind ein deutliches Zeichen von sich; die Meteorologen in Wien rechnen mit Böen bis 65 km/h am Heiligen Abend bzw. in der Christnacht.

Am Christtag zieht eine Kaltfront nach Österreich, der Föhnsturm bricht zusammen und Regen und Schneefall breiten sich aus. Die Temperaturen gehen dabei im Tagesverlauf deutlich zurück, die Schneefallgrenze sinkt von Westen her wieder bis in die Niederungen. Am Stefanitag folgt Wetterbesserung, die Temperaturen liegen in der Früh knapp unter, tagsüber knapp über dem Gefrierpunkt.

In Puchberg am Schneeberg wurden vor kurzem noch minus 17,6 Grad gemessen, am Dienstag waren es plus 13,1 Grad – Differenz: 30,7 Grad. Schuld an den derzeitigen Wetterkapriolen sind laut Gerhard Hohenwarter von der ZAMG in Wien zwei Dinge: Inversion und Föhn. Erstere sorgte in der vergangenen Woche selbst in Tälern für eisige Verhältnisse mit bis zu minus 24,6 Grad (Sankt Jakob in Defereggen, Osttirol). Doch dann brach Zweiterer über Österreich herein und löste die Kaltluft auf. Mit dem Ergebnis, dass man den rund 20 Zentimetern Neuschnee beim Schmelzen zuschauen konnte.

Die enormen Temperaturunterschiede verteilten sich gleichmäßig über das ganze Land. Hinter Puchberg landete übrigens Wiener Neustadt mit einer Differenz von 30,5 Grad auf Platz zwei (von minus 19,6 auf plus 10,9 Grad), gefolgt von Schoppernau im Bregenzer Wald mit 29,4 Grad (von minus 18,7 auf plus 10,7), Güssing mit 28,3 Grad (von minus 21,4 auf plus 6,9).

(APA)