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Philippinischer Vulkan stößt Ascheregen aus

Der Chef-Vulkanologe der philippinischen Regierung, Renato Solidum, sagte, zwar sei die Ascheschicht in der Umgebung des Vulkans nicht besonders dick. Die sehr feinen Aschepartikel seien aber besonders gefährlich für den Menschen.

Anrainer berichteten, die Vulkanasche sei auch weit vom Vulkan entfernt niedergegangen. In Guinobatan, einem etwa 15 Kilometer vom Mayon entferntes Dorf, wehte weißer Staub umher. Nach Angaben des Zivilschutzes ist es nicht leicht vorauszusagen, wo die Asche niedergeht, weil der Wind häufig seine Richtung ändert. Der Seuchen-Beauftragte der Regierung riet den Anrainern, sich drinnen aufzuhalten und die Fenster geschlossen zu halten. Außerhalb ihrer Wohnungen sollten sie Mund und Nase mit einem feuchten Lappen bedecken und lange Kleidung tragen.

Bereits 2006 hatte der Ascheregen des Mayon gefährliche Wirkung. Während bei seinem damaligen Ausbruch niemand ums Leben kam, starben später mehr als tausend Menschen, als ein Taifun tausende Tonnen Vulkanstaub und Lavabrocken aufwirbelte. Die daraus entstandene Schlammlawine begrub mehrere Dörfer unter sich.

Der Mayon spuckt seit einer Woche Lava und Asche. Für den 2460 Meter hohen Vulkan galt am Dienstag weiter Gefahrenstufe vier. Das heißt, er könnte jederzeit ausbrechen. Im Umkreis von acht Kilometern verließen mehr als 9.400 Familien – mindestens 45.000 Menschen – ihr Zu Hause. Sie sollten über Weihnachten und Neujahr in den Notunterkünften bleiben, sagte Provinzgouverneur Joey Salceda. Etwa 500 Bewohner hielten sich demnach noch in dem besonders gefährdeten Gebiet auf.

(APA)