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„Verpartnerungspaket“ für Homo-Paare in Wien

„Überall dort, wo man in Wien heiraten kann, kann man sich auch verpartnern“, berichtete die zuständige Stadträtin Frauenberger am Montag. Die Feier kann in zahlreichen Fest- oder Trauungssälen in den Amtshäusern des Magistrats stattfinden – auf Wunsch auch mit Musik, feierlichen Ansprachen oder Ringtausch.

Homosexuelle Paare können sich aber auch für eine der beliebten, externen „Traumhochzeits“-Örtlichkeiten entscheiden. Zwar muss die Verpartnerung selbst in den Amtsräumen erfolgen, die Urkunden werden dann aber dort überreicht, wo gefeiert wird. Insgesamt 37 Locations stehen – meist gegen eine entsprechende Miete – zur Verfügung. Es sind dies unter anderem der Donauturm, das Schloss Schönbrunn oder das Riesenrad.

Zwar ist schwulen und lesbischen Liebenden der Gang zum Standesamt verwehrt, jener zum Standesbeamten in Wien jedoch nicht ausgeschlossen. Denn die per Bundesgesetz geschaffene „eingetragene Partnerschaft“ wird in der Bundeshauptstadt bei Beamten der Magistratsabteilung 35 besiegelt. Bei diesen kann es sich auch um Standesbeamte handeln.

Günter Tolar, der seit Jahren in verschiedenen Funktionen gegen die Diskriminierung Homosexueller kämpft, lobte die Stadt für die Wiener Lösung. Tolar rechnet damit, dass zunächst vor allem ältere Paare das Angebot in Anspruch nehmen werden. Denn diesen sei eine rechtliche Absicherung besonders wichtig.

(APA)