Drittes Lager in Kärnten in drei Parteien zerteilt

Nachdem die Kärntner Orangen unter Parteichef Uwe Scheuch nun wieder blau geworden sind und jetzt unter dem Kürzel FPK auftreten, will BZÖ-Obmann Josef Bucher dagegenhalten. Am Freitag wurde in der Bundesparteizentrale in Wien diskutiert, in welcher Form man künftig in Kärnten vertreten sein könnte. Als möglicher Landesobmann in Kärnten könnte Stefan Petzner fungieren, das größte Problem bei diesem Vorhaben ist aber der Mangel an Strukturen, auch finanziell sind die Orangen eher klamm. Trotzdem will der aus Kärnten stammende Bucher nicht so einfach aufgeben.

Am Donnerstagabend rief die Parteiführung der FPK die Funktionäre zu einer Zusammenkunft nach Pörtschach, um die Gründe für die Rückkehr zu Heinz-Christian Straches FPÖ darzulegen. Teilnehmer berichteten, dass nicht alle Funktionäre mit dem Schritt von Parteichef Uwe Scheuch einverstanden gewesen seien. Vor allem altgediente „Haiderianer“ sind wenig angetan davon, mit Strache, wegen dessen Linie sich Jörg Haider 2005 von den Blauen abgewandt hatte, zusammenarbeiten zu müssen. Offene Kritik soll es aber kaum gegeben haben. Wie es mit der Kärntner FPÖ weitergehen soll, steht derzeit völlig in den Sternen.

Der Tiroler BZÖ-Chef und Nationalratsabgeordnete Gerhard Huber, dessen Parteifunktionen Anfang September wegen strafrechtlich relevanter Vorwürfe ruhend gestellt worden sind, ist nun wieder Mitglied des BZÖ-Parlamentsklubs. Nach der letzten Entwicklung, habe er „ein Zeichen setzen“ wollen, erklärte Huber.

(APA)

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.