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Heiße Grooves zur globalen Erderwärmung

Al Gore hat es vorgemacht und ein Massenereignis ins Leben gerufen. Der Klimawandel als Rock-Pop-Spektakel Live Earth, bei dem Stars auftreten und die globale Bewegung gegen den Klimawandel vorwärts treiben wollten. Mit dabei sind auch große Namen, die auf den ersten Eindruck keinen umweltbewussten Lebensstil vorleben. Und dennoch gibt es: Künstler, die in ihrer Musik auf soziale Missstände und Umweltzerstörung hinweisen und sich fernab vom Medienrummel für eine bessere Welt einsetzen.Jack Johnson beispielsweise hat nicht nur sein neuestes Album in einem Studio aufgenommen, welches zu 100% Ökostrom bezieht. Er versucht auch auf seiner Welttournee die dadurch hervorgerufene Umweltverschmutzung gering zu halten. Die Trucks werden mit Biodiesel betankt, Merchandise T-Shirts sind aus Bio-Baumwolle hergestellt und die Fans werden angehalten Mehrwegflaschen mitzunehmen. Diese können an Wasserstationen kostenlos aufgefüllt werden. Dem noch nicht genug spendet die „Johnson Ohana Stiftung“ einen Dollar pro Besuch einer Website von ausgewählten Non-Profit-Organisationen, die auf seiner eigenen Homepage verlinkt sind.Mit dem Song „Beds are burning“ schrieben Midnight Oil 1987 Musikgeschichte. In ihrem Hit thematisieren sie die Situation der australischen Ureinwohner, deren Lebensraum durch Umweltzerstörung bedroht ist. Der Sänger der Gruppe, Peter Garrett, begleitet seit 2007 das Amt des Umweltministers in Australien. Ebenfalls aus Down Under kommt John Butler, der sich mit seinem gleichnamigen Trio ebenfalls in seinen Texten für eine bessere und gerechtere Welt stark macht. „Treat your mama with respect“ heisst es in einer Songzeile – gemeint ist damit natürlich Mutter Erde.Etwas härtere Töne schlagen die Moderocker von 30 Seconds to Mars an. Die Band um den Sänger und bekannten Schauspieler Jared Leto drehten in Grönland ihr Video für den Song „A Beautuful Lie“. Die globale Erwärmung wird dort deutlich sichtbar: Die Polkappen schmelzen und führen nicht nur zu einem Anstieg der Meeresspiegel, sondern bedrohen auch den Lebensraum der dort lebenden Menschen und Tiere. Einer dieser Ureinwohner spricht sichtlich gerührt ein Vorwort im Video und macht auf die fast aussichtlose Situation der Bewohner Grönlands aufmerksam.

(GILLOUT)