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Grußkarten, Alben und Notizbücher aus Elefantenkot

Recyceltes Papier zu benutzen gehört für ein Leben im Zeichen der Nachhaltig-keit und des Umweltbewusstseins schon fast zur „Etiquette“. In manchen Fällen stellt sich jedoch die Frage, ob man als Konsument genau über die Basisstoffe Bescheid wissen möchte. Die Karten, Notizbücher und Alben der Firma Maximus Ltd. aus Sri Lanka sind so ein Fall – sie bestehen nämlich zu 75 Prozent aus wiederverwertetem Elefantenkot.Die Vorstellung, eine Grußkarte aus Exkrementen in der Hand zu halten, mag für zartbesaitete Mitmenschen zwar etwas ekelerregend sein, hinsichtlich Hygiene sind etwaige Befürchtungen allerdings unbegründet. Das Rohmaterial wird einen Tag gekocht und ist dementsprechend keimfrei, wie Maximus durch eine Studie des Ceylon Institute of Scientific and Industrial Research (CIRIS) bestätigen ließ.Im Programm haben Firmengründer Thusitha Ranasinghe und seine Mitarbeiter verschiedene Karten, Alben, Notizbücher, Kalender und weitere Papierprodukte, die je nach Wunsch des Kunden in verschiedenen Farben und Papierdicken produziert werden. Allerdings ist die Qualität des Papiers stets abhängig von der Ernährung des Elefanten – so macht beispielsweise schlecht verdaute Nahrung das Papier gröber. Der gesamte Produktionsprozess dauert 13 Tage, wovon drei allein auf den Trocknungsprozess entfallen. Auf umgerechnet 180.000 DIN A4-Bögen kommt das kleine Unternehmen, dessen Namensgeber die zoologische Bezeichnung des indischen Elefanten (Elephus Maximus Maximus) ist, so pro Monat.Umweltfreundlich ist jedoch nicht nur die Tatsache, dass es sich um recyceltes Papier handelt, sondern auch, dass im gesamten Produktionsprozess auf chemische oder giftige Zusatzstoffe verzichtet wird. Mit den Papierprodukten will Maximus zudem auf das Schicksal des indischen Elefanten aufmerksam machen, dessen Lebensraum zunehmend eingeengt wird. Ein Prozent des Gewinns wird aus diesem Grund an die Millenium Elephant Foundation gespendet. Weitere Informationen zu Maximus gibt es hier.

(GILLOUT)