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Fahren wie vom anderen Stern

Während hierzulande die Autohersteller über Absatzprobleme klagen und ihre Mitarbeiter in verlängerte Winterferien schicken, herrscht in Kalifornien, dem Mekka der Elektroautos, Euphorie. Aktuell sorgt der Hersteller Aptera mit dem Modell 2e für Freude.Als der Firmengrüner Steve Fambro vor fünf Jahren die Idee hatte ein Auto zu entwickeln, das sich streng an aerodynamischen Gesichtspunkten orientiert und möglichst leicht sein sollte, wurde er noch belächelt. Verglichen mit heute waren das aber noch Zeiten, in denen kaum jemand die Notwendigkeit gesehen hatte Energie und damit Treibstoff einzusparen. Zum Glück kann man seine Auffassung ändern und die Fakten bleiben trotzdem gleich. Der Luftwiderstand und das Gewicht eines Autos bestimmen maßgeblich dessen Energie- und damit Treibstoffverbrauch, dort anzusetzen um die Effizienz zu steigern, ist also nur logisch.Bereits mit dem Prototyp „Type-1e“ hatte Aptera den Beweis angetreten, dass ein energieeffizientes Auto zwar ungewöhnlich aussehen kann, deswegen aber noch lange nicht unpraktisch sein muss. Äußerlich unterscheiden sich der „Type-1e“ und der „Aptera 2e“ nur wenig. Hinzugekommen sind lediglich gewöhnliche Außenspiegel. Vorher waren für die Sicht nach hinten drei Kameras zuständig, deren Bild sich der Fahrer auf Monitoren im Cockpit anzeigen lassen konnte. Außerdem wurde die Aufhängung so geändert, dass auch der Antrieb der Vorderräder möglich ist. Beim Prototyp wird lediglich das Hinterrad angetrieben.Geblieben ist die Grundidee, dass es für ein Auto vor allem im urbanen Gebiet oft nicht mehr braucht, als zwei Sitze und ausreichend Stauraum für Einkäufe. Betrachtet man die Dinge unvoreingenommen, sind auch nicht zwingend mehr als drei Räder notwendig. Dazu eine windschnittige und leichte Karosserie, die so stabil ist, dass die Insassen auch bei Unfällen geschützt sind. Heraus kommt ein nicht alltägliches Design, das die Ähnlichkeit mit Flugzeugen nicht leugnen kann. Weniger ungewöhnlich als das Aussehen des „Aptera 2e“, sind dessen Fahrleistungen: Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 135 km/h, von null auf hundert geht es in weniger als 10 Sekunden und mit einer Akkuladung kommt man 190 km weit. Um die Akkus nicht unnötig zu belasten, stammt die Energie für den Betrieb der Klimaanlage aus Solarzellen die in das Dach eingelassen sind.An das Aussehen des „Aptera 2e“ werden sich potentielle Autokäufer erst noch gewöhnen müssen. Sobald das Elektro-UFO aber häufiger auf den Straßen zu sehen ist, kann aus anfänglicher Skepsis doch schnell Freude zur Alternative werden. Die Serienproduktion soll nach in diesem Jahr anlaufen. Interessenten können sich bereits jetzt ein Exemplar reservieren lassen. Für 2010 ist ein Modell mit Hybridantrieb und damit höherer Reichweite geplant, das ebenfalls bereits vorbestellt werden kann. Einziger Wermutstropfen: Vorerst sind die Fahrzeuge von Aptera nur für den amerikanischen Markt bestimmt.

(GILLOUT)