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Gen-Tierfutter als blinder Fleck in den Bestimmungen

Genügend Nahrung, um die explodierende Weltbevölkerung zu versorgen und Resistenzen gegen an sich giftige Pflanzenschutzmittel und Schädlinge – so lauten die Argumente von Befürwortern gentechnisch veränderter Produkte. Unterschlagen wird seitens Gentechnik nutzender Unternehmen jedoch gerne, welche negativen Auswirkungen die Veränderung der DNA von Pflanzen haben kann. So birgt der Gentransfer Gefahren hinsichtlich der unkontrollierten Verbreitung von veränderten Pflanzensamen, der schwindenden Vielfalt von Pflanzenarten und der Unklarheit über mögliche Nebenwirkungen. Kein Wunder, dass 85% der Verbraucher es ablehnen, wenn Milchkühe gentechnisch verändertes Futter bekommen.Bei Milchprodukten erweist sich für den Verbraucher die Wahl zugunsten biologisch unveränderten Erzeugnisse jedoch als schwierig. Denn im Vergleich zu anderen Produkten mit gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen müssen tierische Erzeugnisse wie Eier, Fleisch und Molkereiprodukte nicht eindeutig gekennzeich-net werden, wenn dem Nutztier Gen-Futter verabreicht wurde. Eine kleine Abhilfe schafft ein freiwilliges Etikett, welches sich seit Mai 2008 auf einigen Artikel findet und garantiert, dass je nach Tierart bis mindestens sechs Wochen vor der Verwertung nur unbehandeltes Tierfutter verwendet wurde.Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Verbraucher den Herstellern allerdings genauer auf die Finger gucken. So kann auf der Website der Andechser Bio-Molkerei anhand des Barcodes und des Mindesthaltbarkeitsdatums des gekauften Produkts der Bauernhof ermittelt werden, von welchem das erworbene Produkt stammt. Ferner versichert die Molkerei ausdrücklich, auf jegliche gentechnische Veränderungen zu verzichten. Der Fleischwarenhersteller Wiesenhof verspricht, dass kein Gen-Soja zum Füttern der Tiere benutzt wird und verbürgt sich dafür mit einer Herkunftsgarantie. Und wer Artikel in den Geschäften von Alnatura kauft, kann neben dem guten Gewissen, biologisch unveränderte Produkte erworben zu haben, sich mit einer Tüte Bio-Saatgut für die gentechnikfreie Pflanzenzucht engagieren.Für weitere Informationen hat Greenpeace einen Einkaufsratgeber veröffentlich. In diesem findet sich auch eine Liste mit vorbildlichen Unternehmen, die gentechnisch verändertem Tierfutter entsagen.Hier der Link

(GILLOUT)