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Mit nachhaltigem Bier umweltbewusst in den Feierabend

Bier ist unbestritten ein Naturprodukt. Dennoch weist wirklich biologisch erzeugtes Bier mehrere Qualitätsmerkmale auf, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen. Während es in den USA schon Unternehmen wie die Anderson Valley Brewing Company gibt, deren Brauerei ausschließlich mit Solarenergie betrieben wird, können in Österreich nur wenige Hersteller echte Biobiere vorweisen. Neben Schladminger (Dachstein Naturbier) und Freistädter (Bio Zwickl) stechen die Brauereien Göss und Hirt heraus.Göss investiert in das Projekt „Grüne Brauerei“, bei dem die Energie durch Treberreste, Abwasser und Fernwärme gewonnen werden soll. Der Marktführer will eine methodische Vorgangsweise entwickeln, um die Umsetzung dieses Energiekonzeptes für die österreichischen Brauereien leistbar zu machen. Für ihren hauseigenen Naturradler verwendet die Brauerei Göss rein natürlichen Zitronensaft.Die Kärntner Privatbrauerei Hirt erzeugt Biobier und Biohanfbier. Beide Sorten zeichnen sich durch verwendete Rohstoffe von heimischen Biobauern aus. In der Brauerei selbst wird die entsprechende Verarbeitung mindestens einmal pro Jahr durch Kontrollen der Austria Bio Garantie gewährleistet. Löblich ist auch die Tatsache, dass die Brauerei Hirter ihr Bier zu Gunsten der Umwelt nicht in Alu-Dosen verkauft.Doch noch kann sich so eine „grüne“ Produktion nicht jedes Unternehmen leisten, was nicht zuletzt auch am Konsumenten liegt. Die Brauerei Ried beispielsweise musste ihr Biobier schon vor Jahren mangels Nachfrage einstellen. Ob es nun am Geschmack liegt oder an der Tradition des Bier-Trinkens: Die Konsumenten in Österreich und Deutschland sind von ihrer Stammmarke nur schwer wegzubekommen. Einen Versuch ist der Griff zum nachhaltig produzierten Bier wohl trotzdem wert, immerhin ist es ein wirksamer Grund um mit ruhigem Gewissen anzustoßen.

(GILLOUT)