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Drei Sitze, drei Meter Länge, Elektromotor und futuristisches Aussehen – der Nissan Nuvu.

Im Moment können sich die Autofahrer an der Zapfsäule über eine Verschnaufpause der Preisspirale freuen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Erdöl weiter verknappt und der grundsätzliche Preistrend nach oben nicht gestoppt ist. Die Kosten der individuellen Mobilität werden weiter steigen und neue Antriebsformen sind dabei nur ein Baustein für den Ausweg. Vielmehr wird es in den kommenden Jahren darum gehen, Mobilität ganz grundsätzlich neu zu definieren.Gerade in den Städten werden nicht mehr große und schwere Spritschlucker den Ton angeben, sondern kleine und wendige Autos ohne bzw. mit geringem Schadstoffausstoß. In erster Linie werden damit kurze Strecken mit vergleichsweise wenig Gepäck bzw. Passagieren zurückgelegt. Für längere Fahrten steigt man auf öffentliche Verkehrsmittel um. Gilt es hin und wieder größere Transportaufgaben zu erledigen, gilt Car-Sharing als probates Mittel. Wichtig für die Akzeptanz eines solchen Mobilitätskonzepts ist es, dass damit für den Einzelnen keine Einbußen beim Komfort verbunden sind. Der Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln und Car-Sharing-Angeboten setzt vor allem politische Initiative voraus. Die Autokonzerne hingegen sind gefragt, Fahrzeugmodelle für den zukünftigen Individualverkehr zu entwickeln, die den Ansprüchen der Kunden gerecht werden.Nissan stellte mit dem Nuvu (new view) ein Fahrzeug vor, das sich perfekt in den modernen Stadtverkehr einfügt. Mit drei Metern Länge ist er klein genug für jede Parklücke und bietet mit der asymmetrischen Sitzanordnung genug Platz für Mitfahrer und den Transport, z.B. der Einkäufe. Im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen dieser Größenordnung ist der Nuvu kein reiner Zweisitzer, sondern wartet mit einem zusätzlichen klappbaren Reservesitz auf. Im Innenraum sind so weit wie möglich Naturmaterialien verbaut. Um nicht unnötig Energie für die Beleuchtung zu verbrauchen, kommen stromsparende LEDs zum Einsatz. Der Antrieb ist selbstverständlich elektrisch. Als Reichweite gibt Nissan 125 km an, das sollte selbst in den Metropolen ausreichen. Ebenso wie die Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h, die auch Überlandfahrten möglich macht. Ob hinter dem Nissan Nuvu auch ein Konzept mit Zukunft steht, wird sich 2010 zeigen, wenn, wie angekündigt, Teile der Technik in Serie gehen. Wahrscheinlich wird es sich dabei um die Antriebskomponenten handeln. Das futuristische Design sowie die eigenwillige Sitzanordnung sind der heutigen Zeit noch voraus, ebenso wie der Nuvu als Konzeptauto selbst. Bleibt nur zu hoffen, dass aus der Zukunftsmusik in Kürze ein alltägliches Summen des Elektromotors wird.

(GILLOUT)