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Aus für DiTech

03.04.2014 - 12:52
DiTech muss zusperren. Leider wurde kein Investor gefunden – nächste Woche beginnt der Abverkauf. Es sind 250 Arbeitnehmer von der Schließung betroffen.
Aus für DiTech© GuentherZ/Wikimedia CommonsAus für DiTech

Leider wurde kein Investor gefunden – nächste Woche beginnt der Abverkauf. Es sind 250 Arbeitnehmer von der Schließung betroffen.

Nach 15 Jahren sperrt DiTech zu. Das Ende war abzusehen - heute wurde das endgültige Aus vom Insolvenzverwalter besiegelt. Das notwendige Kapital konnte nicht aufgetrieben werden. "Deshalb hat der Insolvenzverwalter den nötigen Schritt gesetzt und den Antrag auf Schließung beim Handelsgericht Wien eingebracht", sagt der KSV. Bereits nächste Woche soll der Abverkauf der Restbestände beginnen.

In den letzten Tagen gab es noch Verhandlungen mit Interessenten, auch mit einem österreichischen Konsortium wurde laut DiTech-Angaben verhandelt.

"Wir rechnen mit einer rasch beginnenden, geordneten Liquidation", heißt es vom KSV weiter." Aus Sicht des KSV sind die Quotenaussichten im untersten einstelligen Prozentbereich." Auch ein Totalausfall sei nicht ausgeschlossen. Von der Schließung sind 22 Standorte und 250 Dienstnehmer betroffen. Passiva von 30 Millionen Euro stehen Aktiva von 16 Millionen gegenüber. Die Filialen sind gemietet und die Geschäftsausstattung wurde zum Großteil geleast. Laut Hödl ist der Wert des Warenlagerbestands 2 bis 2,5 Millionen Euro.

Es ist ein hart umkämpfter Markt rund um den IT-Bereich – viele mittelständische Unternehmen haben sich rechtzeitig zurückgezogen. "Die Ertragslage ist problematisch, der Beratungsaufwand extrem hoch", sagte der Obmann der Sparte Elektrohandel in der Wirtschaftskammer, Wolfgang Krejcik, kürzlich zur APA.

DiTech wurde 1999 von Aleksandra und Damian Izdebski als sogenannte Garagenfirma gegründet. DiTechn war lange ein Vorzeigeunternehmen, das sehr schnell gewachsen ist. 2012 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 120 Millionen Euro netto. Ein Abschluss für 2013 liegt noch nicht vor – bereits im Herbst kam DiTech in eine Liquiditätskrise. Dann ging es ganz schnell. Erst wurde Insolvenz angemeldet, dann wurde die Schließung mehrerer Filialen verkündet und jetzt schließlich das Aus für das Unternehmen.

(relevant Redaktion)

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