Quelle: ZAMG

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Psychologen entwickeln erstmalig Instrument zur Prävention von Tötungsdelikten durch Intimpartner

29.05.2012 - 13:54

In westlichen Staaten besteht bei Tötungsdelikten für Frauen die grte Gefahr darin durch ihren gegenwärtigen oder früheren Intimpartner umgebracht zu werden. Das Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichte für Deutschlanderstmalig Zahlen zu dem Thema: Demnach stand bei jeder zweiten getöteten Frau der Ehemann, Freund oder Expartner unter dringendem Tatverdacht. Im Jahr 2011 starben 153 Frauen auf diese Weise.

Mit DyRiAS Intimpartner ist nun das erste wissenschaftlich fundierte Risiko-Analyse-Instrument in Europa am Institut für Psychologie & Bedrohungsmanagement in Darmstadt entwickelt worden. DyRiAS steht für Dynamisches Risiko Analyse System", erläutert Institutsleiter Dr. Jens Hoffmann. Beratungsstellen für Frauen, Polizei, Psychologen und Psychiater sind jeden Tag damit konfrontiert, dass Frauen, die sich bedroht fühlen, sich hilfesuchend an sie wenden. Mit Hilfe von DyRiAS können hier Hochrisikofälle verlässlich herausgefiltert werden"

In einer wissenschaftlichen Untersuchung des Instituts wurden 70 Tötungsdelikte an Frauen detailliert analysiert. Dabei zeigte sich, dass bei allen Fällen, bei denen die Frauen um Hilfe angefragt hatten, DyRiAS das hohe Gefährdungspotenzial erkannt hätte. Im Vergleich mit Fällen, die nicht zu Tötungsdelikten führten, zeigte DyRiAS ein signifikant geringeres Risiko an.

DyRiAS Intimpartner ist bereits seit kurzem im gesamten deutschsprachigen Raum verfügbar. Besonders in Österreich und der Schweiz wurde die Software sehr positiv aufgenommen. Die Möglichkeit mit DyRiAS Intimpartner fundiert und rasch einen Überblick über eine Gefährdungslage gewinnen zu können, bedeutet für eine Kriseneinrichtung wie das Gewaltschutzzentrum, eine große Errungenschaft", resümiert die Leiterin der staatlichen Gewaltpräventionsstelle für das österreichische Bundesland Steiermark, Marina Sorgo.

Aufgrund des hohen Interesses im Ausland wird DyRiAS zur Zeit auch in andere Sprachen übersetzt.

Für nähere Informationen oder für Interviews stehen Ihnen Dr. Jens Hoffmann und Dipl.-Psychologin Justine Glaz-Ocik als Ansprechpartner zur Verfügung.

Kontakt:
Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement
Tel. +49 6151 20213
info@i-p-bm.de

(PR-Inside.com)

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