Quelle: ZAMG

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Was ist Affiliate-Marketing?

08.02.2012 - 13:51

Affiliate kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "angliedern". Im Prinzip handelt es sich bei Affiliate-Marketing um einen internetbasierten Vertriebsprozess, der - vereinfacht ausgedrückt - nach folgendem Grundmuster funktioniert: Der Anbieter eines Produktes bzw. ein Händler wirbt auf einer Homepage eines anderen (Vertriebspartner) für sein Produkt. In der Regel ist das ein einfacher Link, der direkt auf die Homepage des Händlers führt. Der Vertriebspartner, auf dessen Homepage der Link platziert wurde, bekommt für jeden Klick auf den Link des Händlers eine Provision bezahlt.

Funktionsweise
Mittels eines speziellen Codes, mit dem jeder Link ausgestattet ist, kann festgestellt werden, von welcher Homepage der potentielle Kunde kam - so kann die Provision zugeordnet werden. Hinterlegt ist auch, was genau vergütet wird: Der Klick selbst (Pay per Click), das Übermitteln von Kundendaten (Pay per Lead) oder ein tatsächlicher Kauf (Pay per Sale) des Produkts.

Pay per Click
Hier wird bei jedem Klick eine Provision bezahlt, unabhängig davon, ob sich aus dem Klick eine Kundenbeziehung ergibt oder nicht. Eine Sperre verhindert, dass ein Nutzer mehrfach auf den Link klicken kann, um damit eine höhere Provisionsausschüttung zu erreichen. Da an die Vergütung von Pay per Click keine weiteren Anforderungen gestellt werden, wird das Verfahren meist nur bei kurzfristigen (Werbe-)Aktionen angewandt oder bei Produkten, die keinen hohen Beratungsaufwand erfordern.

Pay per Lead
Hier wird nicht der bloße Klick auf einen Link vergütet, sondern es wird nur dann eine Provision bezahlt, wenn der Kunde beim Anbieter seine Kontaktdaten hinterlässt. Das geschieht zum Beispiel dann, wenn er Informationsmaterialien bestellt, einen Newsletter anfordert oder ähnliches. Pay per Lead wird meistens dann angewandt, wenn das zu vertreibende Produkt oder die Dienstleistung einen hohen Beratungsaufwand seitens des Anbieters erfordert.

Pay per Sale
Beim Pay per Sale erfolgt erst dann eine Provisionsbasis, wenn der Initialklick zu einem späteren Zeitpunkt einen Kauf auslöst und damit beim Händler Umsatz generiert wird.

Selbstverständlich ist es auch möglich, einzelne Modelle zu kombinieren. So zahlen einige Händler sowohl pro Klick und - kommt es zu einem Kauf - zusätzlich pro Sale. Darüber hinaus gibt es andere Modelle, etwa "Pay per Install" - hier wird eine Provisionszahlung ausgelöst, sobald eine Kunde einen Download veranlasst - oder "Pay per signUp", wobei immer dann eine Provision fließt, wenn der Kunde sich bei dem Händler registriert.

Teilnehmer am Affiliate-Marketing
Insgesamt sind am Affiliate-Marketing drei Gruppen beteiligt: Der Affiliate-System-Betreiber, der Händler (Advertiser, Merchants) und der Vertriebspartner (Publisher, Affiliates).
Der Affiliate-System-Betreiber stellt das Affiliateportal zur Verfügung. Er sorgt für einen reibungslosen Ablauf, regelt den Zahlungsverkehr und sorgt für die Vermarktung des Affiliateportals.
Der Händler stellt sein Produkt bzw. seine Dienstleistung über das Portal zur Verfügung, zu Produktipps siehe unter anderem http://www.1affiliate-verzeichnis.de/. Er liefert Informationen und stellt Werbematerial zur Verfügung.
Der Vertriebspartner kann dann über das System auswählen, welcher Händler auf seiner Homepage erscheinen soll.

Vor- und Nachteile von Affiliate-Marketing
Ein Händler kann mit recht geringem Aufwand und geringen Kosten in kurzer Zeit eine Vielzahl potentieller Neukunden erreichen. Da der Händler keine Investitionen tätigen muss und gleichzeitig nur bei Erfolg zur Zahlung einer Provision verpflichtet ist, trägt er ein sehr geringes Risiko.
Anders sieht es für denjenigen aus, der den Link platziert (Vertriebspartner). Auch er hat auf seiner Homepage nur eine begrenzte Anzahl von attraktiven Plätzen. Diese gilt es nun, mit Links derjenigen Händler zu füllen, die für seine Kunden interessant sind. Der Betreiber einer Homepage trägt damit das Risiko größtenteils selbst. Darüber hinaus ist es oft schwierig, genau zu rekonstruieren, ob ein Klick tatsächlich einen Kauf ausgelöst hat. Oft ist es so, dass Kunden sich auf den Homepages der Händler informieren und erst zu einem viel späteren Zeitpunkt einen Kauf auslösen. In diesem Falle erhält der Vertriebspartner keine Provision.

(PR-Inside.com)

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