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Verkleinerung der Schamlippen aus kosmetischen Gründen

06.09.2011 - 16:08

Die Intimchirurgie wird auch hierzulande immer populärer. Insbesondere die Verkleinerung der inneren Schamlippen (Labioplastik) wird von immer mehr Frauen nachgefragt. Die Zahl der Operationen hat sich in den letzten 10 Jahren verfünffacht.

Die in der Fachzeitschrift BJOG: An International Journal of Obstetrics and Gynaecology veröffentlichte Studie ist die erste, die sich spezifisch der Frage nach der Grösse der inneren Schamlippen von Frauen, die eine Labioplastik wünschen, gewidmet hat.

Insgesamt wurden 33 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren in die Studie eingeschlossen. Alle wurden vor der Operation gynäkologisch untersucht und die Breite und Länge der inneren Schamlippen gemessen und mit bekannten Normalwerten verglichen.

Die Studie fand bei den untersuchten Frauen eine durchschnittliche Breite von 26.9 mm rechts und 24.8 mm links. Damit lagen die Werte der Frauen in der Studie im Rahme der Normwerte.

Die Frauen wurden gefragt, was sie mit der Labioplastik bezwecken wollten. 20 Frauen (60%) antworteten, dass sie die Schamlippen verkleinern lassen wollten, um deren Aussehen zu verbessern. Andere Gründe, die genannt wurden, waren Verminderung störender Sensationen, Stärkung des Selbstwertgefühls und Verbesserung des Geschlechtsverkehrs.

Die Studie untersuchte auch, wie alt die Frauen waren, als sie zum ersten Mal Unzufriedenheit mit ihren Schamlippen verspürten. 27 Frauen (81%) konnten den Zeitpunkt benennen. Bei fünf Frauen (15%) lag er vor Erreichen des 10. Lebensalters, bei 10 (30%) lag er zwischen dem 11. und 15. Lebensjahr, bei weiteren 5 (15%) zwischen 16 und 20, bei 4 (12%) zwischen 20 und 30 und bei den restlichen 3 (9%) über 30.

Die Gründe für die Unzufriedenheit lagen vor allem in der gesteigerten Wahrnehmung der eigenen Sexualorgane, physischem Missempfinden, negativen Kommentaren vom Partner und Fernsehsendungen, die über Intimchirurgie berichteten.

Die Studienleiterin, Sara Creighton vom Elizabeth Garrett Anderson Institute of Women's Health, meinte zu den Resultaten: "Es ist erstaunlich, dass alle Studienteilnehmerinnen eigentlich normalgrosse innere Schamlippen hatten und trotzdem eine Operation wollten."

"Besonders beunruhigend finden wir, dass sich unter den Studienteilnehmerinnen so viele junge Frauen befanden. Die jüngste Teilnehmerin war gerade mal 11 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Entwicklung der inneren Schamlippen noch gar nicht abgeschlossen. Eine anfängliche Ungleichheit kann sich in der Pubertät noch auswachsen."

(PR-Inside.com)

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