Quelle: ZAMG

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Proindex Capital AG zu den Risiken und Chancen von Rinderzuchten in Paraguay

08.10.2017 - 11:48

Suhl, 06.10.2017. „Den Königsweg gibt es leider nicht“, meint Andreas Jelinek, Vorstand der Proindex Capital AG mit Sitz in Suhl, Thüringen. Sein Unternehmen ist auf artgerechte Tierhaltung und ökologisch orientierte Land- und Forstwirtschaft in Paraguay spezialisiert. Er spielt damit auf die Frage an, ob Rinderzuchten in den Ländern Südamerikas, namentlich Paraguay eine Chance oder ein Risiko darstellen - sowohl im Hinblick auf die wirtschaftlichen Ergebnisse wie auch die Auswirkungen auf die Natur.

Massentierhaltung contra Freilandhaltung

„Auf den ersten Blick wirken Rinderzuchten in Paraguay regelrecht idyllisch“, meint der Vorstand der Proindex Capital AG. So stehen die Rinder in Paraguay auf großen Weideflächen, werden überwiegend mit Grundfutter ernährt und nur im begrenztem Umfang füttern Rinderzüchter – meist im Winter - Zusatznahrung wie Heu, Zuckerrohr, Hirse oder Kamerungras zu. Die Rinderhaltung in Südamerika hat also generell wenig mit der europäischen Rinderhaltung zu tun, die zu einem erheblichen Teil als Stallhaltung geschieht. „Der große Vorteil besteht zudem in der Tatsache, dass europäische Rinder zu einem erheblichen Teil mit Soja gefüttert werden - genau das Soja, für den in Paraguay seit Jahren die Regenwälder weichen müssen“, so Proindex Capital-Vorstand Jelinek. Doch auch für die Rinderfarmen werden in Paraguay schonungslos Regenwälder gefällt. Oft unkontrolliert – die Strafen seien einfach zu lasch und würden die Rinderzüchter, hinter denen nicht selten große Unternehmen ständen, kaum interessieren.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor

„Zumal sich die Politik in Paraguay oftmals hinter die Tatsache stellt, dass Rinderzuchten nicht unerheblich zum Bruttosozialprodukt beitragen“, so der Vorstand der Proindex Capital AG. So stieg - laut Angaben der Außenhandelsabteilung der paraguayischen Zentralbank (Banco Central del Paraguay – BCP) - der Gesamtwert der Fleischexporte auf 662,5 Mio.US-Dollar und wuchs damit in den ersten sieben Monaten 2017 um 0,3 Prozent. Bei der Menge fiel der Export allerdings um 10,7 Prozent auf 166.800 Tonnen zurück, womit deutlich wird, dass es sich um eine preisbedingte Verbesserung der Exporterlöse um 7,8 Prozent handelt. „Dies könnte der richtige Weg sein, denn die Qualität des Rindfleisches aus Paraguay zählt zu den besten der Welt“, meint Jelinek. In einem gewissen Umfang profitieren hierdurch auch die Investoren der Proindex Capital AG, denn ungenutzte Flächen nutzt das Unternehmen ebenfalls zur Rinderzucht. Dabei zeigen die BCP-Zahlen, dass Paraguay bei seinem Export durchaus breit aufgestellt ist: So entfielen auf Chile und Russland in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres 61,8 Prozent des gesamten Exportvolumens. Alleine das Exportgeschäft mit Chile brachte 225,1 Mio. US-Dollar (ein Plus von 35,3 Prozent) ein. Die höchsten Preise konnten dabei in Kuwait und dem Irak erzielt werden. Hier sehen Paraguays Ökonomen noch Ausbaupotential. Dies hält auch der Vorstand von Proindex Capital für den richtigen Weg: Paraguay sollte die bisherigen Rinderzuchten besser überwachen und flächenintensiver nutzen. Eine tatsächliche Wertsteigerung für das Land ergäbe sich allerdings nur durch eine Anhebung der Preise. Die Nachfrage sei jedenfalls weltweit da.

(PR-Inside.com)

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