Vertreter der freien Mitarbeiter im ORF haben am Montagnachmittag einen Termin mit ORF-Personalchef Reinhard Scolik absolviert. Das Treffen war angesetzt worden, nachdem die Mitarbeiter über zu geringe Honorare und prekäre Beschäftigungsverhältnisse protestiert hatten. In einer Pressemitteilung am Montagabend sprachen die Freien von einem "guten Gesprächsklima" mit Scolik.
Dieser habe "großes Verständnis für die Situation der Freien" gezeigt, so die Aussendung. "Die Problematik der finanziellen Situation der Freien war ihm durchaus bekannt, wenn ihm auch die Tragweite der mittlerweile durch Personalabbau bedingten Lage vor allem im Hörfunk nicht in dem Ausmaß bewusst zu sein schien." Scolik habe mehrfach zu bedenken gegeben, dass der ORF in den vergangenen Jahren dazu gezwungen war, Personalkosten zu reduzieren.
Konkrete Ergebnisse brachte der Termin nicht, da Scolik Hörfunkdirektor Karl Amon nicht vorgreifen wollte, wie es hieß. Dieser trifft die Freien am kommenden Freitag. Amon hatte in einer internen Mitteilung, die der APA vorliegt, davon geschrieben, "dass die prekären Beschäftigungsverhältnisse ein gravierendes Problem sind". Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser hatte ebenfalls Verbesserungen gefordert und von einem "neuen Prekariat" gesprochen.
(APA)

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