Die in Wien ansässige Südosteuropäische Medienorganisation (SEEMO) hat sich über jüngste Einschränkungen der Reisefreiheit kosovarischer Journalisten besorgt gezeigt. In den vergangenen Monaten sei Journalisten mehrfach die Ausstellung eines Reisepasses verwehrt worden, da zu diesem Zeitpunkt die Polizei gegen sie ermittelt hätte, berichtete SEEMO in einer Aussendung.
Um im Kosovo einen Pass zu beantragen, muss ein Dokument eingereicht werden, das bestätigt, dass der Bewerber unter keinem polizeilichen Verdacht steht. Dieses Zertifikat wird von allen Bewerbern gefordert, auch von Journalisten. Dass Journalisten des öfteren aufgrund von kritischer Berichterstattung geklagt werden, tut nach Angaben von SEEMO nichts zur Sache.
"Das ist eine klare Einschränkung der Reisefreiheit von Journalisten", sagte SEEMO-Generalsekretär Oliver Vujovic. Journalisten könnten es sich nicht leisten auf die Fällung von Gerichtsurteilen zu warten. Dazu komme noch, dass Urteilssprüche eine lange Zeit auf sich wartenließen. "Ich rufe die zuständigen Behörden in Pristina auf, das Recht auf Reisefreiheit zu wahren und bei Journalisten, die aus beruflichen Gründen ins Ausland reisen müssen, Ausnahmen zu machen."
(APA)

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