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Tageszeitungen büßten 2010 an Reichweite ein

31.03.2011 - 15:03

Die Media-Analyse 2010 konstatiert wieder Reichweiteneinbußen für die heimischen Tageszeitungen. Von 75 Prozent im Jahr 2009 sank die Reichweite signifikant auf 73,7 Prozent. Erstmals wies das Medienforschungsinstrument auch die Gratiszeitung "Heute" bundesweit aus. Das Blatt reihte sich demnach nahezu ex aequo mit der "Kleinen Zeitung" ein.

Beide erreichten 12 Prozent Reichweite, in absoluten Zahlen lag die "Kleine" leicht voran und blieb damit auf Platz zwei. Unangefochtener Platzhirsch war auch 2010 weiterhin die "Kronen Zeitung", die jedoch erneut signifikant Reichweiten einbüßte. Von 40,4 Prozent fiel sie auf 38,9 Prozent. Stabil bilanzierte "Österreich" in der Lesergunst: Die Reichweite stieg um einen Zehntelprozentpunkt auf 9,6 Prozent. Dahinter folgte der "Kurier" mit 8,1 Prozent (2009: 8,7 Prozent). Der "Standard" lag bei 5,3 Prozent (2009: 5,6 Prozent), die "Oberösterreichischen Nachrichten" bei 4,8 Prozent (2009: 4,6) und die "Presse" bei 3,8 Prozent (2009: 3,7 Prozent). Die "Tiroler Tageszeitung" verzeichnete einen signifikanten Rückgang auf 3,9 Prozent (2009: 4,7 Prozent), die "Salzburger Nachrichten" hatten 2010 eine Reichweite von 3,6 Prozent (2009: 3,7 Prozent).

Die "Vorarlberger Nachrichten" erreichten 2,6 Prozent (2009: 2,8 Prozent), das "WirtschaftsBlatt" 1,1 Prozent (2009: 1,2 Prozent) und die neue "Kärntner Tageszeitung" verzeichnete einen signifikanten Rückgang in der Reichweite auf 0,7 Prozent (2009: 0,9 Prozent). Die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" kam unverändert auf 0,6 Prozent.

"Heute" überholte "Kronen Zeitung" in Wien

In Wien hat die Gratiszeitung "Heute" erstmals eine bemerkenswerte Hürde übersprungen: Mit einer Reichweite von 37,6 Prozent überholte das von Eva Dichand geführte Blatt die von ihrem Mann Christoph Dichand verlegte "Kronen Zeitung", die in der Bundeshauptstadt auf 35,6 Prozent kam. Das Ehepaar verwaltet gemeinsam ein beeindruckendes Imperium: Von insgesamt 5,2 Millionen Tageszeitungslesern in der Republik griffen mehr als 3,6 Millionen zu einer der beiden Dichand-Zeitungen.

Stärkstes Wochenmagazin war weiterhin "tv-media" mit 13,6 Prozent Reichweite (2009: 14,3 Prozent), gefolgt von der "Ganzen Woche", die signifikant verlor und auf 13,2 Prozent kam (2009: 14,1 Prozent). "News" büßte ebenfalls signifikant ein und hatte 2010 eine Reichweite von 10,3 Prozent (2009: 11,6 Prozent). Das Nachrichtenmagazin "profil" kam auf 6,3 Prozent (2009: 6,1 Prozent), "Format" auf 2,3 Prozent (2009: 2,4 Prozent).

Der von Styria Media Group und Moser Holding betriebene Gratiszeitungsring "Regionalmedien Austria" (RMA) erreichte insgesamt 53,5 Prozent. Die "Niederösterreichischen Nachrichten" erlangte eine Reichweite von 9,2 Prozent (2009: 9,1 Prozent), der "Falter" lag unverändert bei 1,4 Prozent. Das Supplement "Tele" kam auf 26,7 Prozent (2009: 27,4 Prozent), die "TV-Woche", ehemals von "Krone" und "Kurier" gemeinsam verbreitet, verzeichnete weiterhin einen signifikanten Rückgang auf 5,8 Prozent Reichweite (2009: 12,4 Prozent). Das "Krone"-Supplement "Live" erreichte 21,9 Prozent (kein Vergleichswert).

(APA)

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